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Visualisieren ist einer der
allerwichtigsten Grundbausteine der Magie. Das Visualisieren hilft uns,
unseren Geist auf ein bestimmtes Ziel zu konzentrieren. Da unser Geist
keine Sprache versteht, muss dies anhand von Bildern geschehen. Und um
diese zu halten und auch mit offenen Augen zu sehen, visualisieren wir.
Hier sind sehr einfache Übungen zum Schnellen lernen des
Visualisierens.
Die Übungen dazu
stammen
aus dem Buch "Wicca -
Eine Einführung in weiße Magie"
von Scott Cunningham.

Erste Übung
Setze
oder lege dich mit geschlossenen Augen bequem hin und entspanne deinen
Körper. Atme tief ein und aus und lass deinen Geist zur Ruhe
kommen. Es
werden dir dabei viele Bilder durch den Kopf gehen. Wähle
eines aus und
halte es fest - lass keine anderen Bilder dazwischen kommen.
Kozentriere deine Gedanken auf dieses eine Bild. Halte es so lange
fest, wie du kannst, und lass es erst dann wieder los. Beende danach
die Übung. Wenn es dir gelingt ein solches Bild
länger als eine Minute
zu halten, geh zur nächsten Übung
über.

Zweite
Übung
Entscheide
dich für ein Bild und halte es vor deinem geistigen Auge fest.
Such dir
dafür zunächst einen dreidimensionalen Gegenstand,
etwa eine Pyramide
oder einen Apfel. Du kannst aber auch etwas komplexeres nehmen, zum
Beispiel Botticellis berühmte Venus, die dem Meer entsteigt.
Schau den
Gegenstand genau an: Studiere jedes Detail - die Schatten, die auf ihn
fallen, seine Beschaffenheit, die Farbe, vielleicht sogar seinen
Geruch. Nachdem du ihn gründlich studiert hast,
schließe die Augen und
betrachte den Gegenstand noch einmal - diesmal mit geschlossenen Augen.
Betrachte ihn nur mit deiner Fantasie, durch die Kraft deiner
Visualisierung. Wenn du das Bild fünf Minuten halten kannst,
gehe zur
nächsten Stufe über.

Dritte
Übung
Diese
Übung ist schon etwas schwieriger und wirklich magischer
Natur.
Visualisiere etwas, egal was. Wichtig ist nur, dass du den Gegenstand
vorher noch nie gesehen hast: zum Beispiel Gemüse vom Jupiter,
violett,
rechteckig, etwa dreißig Zentimeter lang, voller
grüner Haare und
gelber Punkte. Schließe jetzt die Augen und schau dir das
Jupitergemüse
an. Sieh es vor deinem geistigen Auge. Du erschaffst es mit der Kraft
deiner magischen Visualisierung. Lass dieses Gemüse
Realität werden.
Dreh es in Gedanken, betrachte es von allen Seiten und dann lass es
verschwinden. Wenn du ein solches selbst erschaffenes Bild etwa
fünf
Minuten halten kannst, gehe zur nächsten Übung
über.

Vierte Übung
Dies
ist die schwirigste Übung. Halte eins elbst erschaffenes
Objekt wie das
Jupitergemüse bei geöffneten Augen in deinem Geist
fest. Bemühe dich es
sichtbar, real, gegenständlich werden zu lassen. Blicke auf
eine Wand,
den Himnmel oder eine belebte Straße. Das Gemüse
muss überall
erscheinen. Lass es so real werden, dass du es berühren
kannst.
Versuche es auf einen Tisch oder unter einen Baum zu legen. Wenn die
Visualisierung zu Veränderungen in der wirklichen Welt und
nicht nur im
Dämmerreich hinter unseren Augenlidern führen soll,
müssen wir es auch
bei offenen Augen beherrschen lernen. Diese Fähigkeit
visualisierte
Gegenstände oder Strukturen Teil unserer Welt werden zu lassen
ist der
ultimative Test für die Visualisierung. Wenn du diese
Übung beherrscht,
hast du einen entscheidenden Fortschritt gemacht.

Weiter
ginge es mit dem Visualisieren von Gerüchen,
Geschmäckern, Gefühlen, usw.
Franz Bardon hat das auch in seinem Buch "Der Weg zum wahren Adepten"
niedergeschrieben. Ich finde diese weiteren Techniken sehr
nützlich und
empfehle allen, sie mal auszuprobieren. Ausprobieren kann nicht schaden
und man wächst auch dadurch.
 
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