Konzentration

Konzentration ist in den Bereichen Magie in sehr wichtiges Thema. Bei Ritualen wird meist visualisiert, und dabei sollte das visualisiert werden, was man möchte und nicht die Arbeit, die man morgen wahrscheinlich erledigen muss. Zudem kann das auch den Ausgang eines Zaubers mächtig durcheinanderbringen. Ebenso ist es bei der Meditation. Sie sollte punktgerichtet sein, auf das worüber du meditieren möchtest. Das ist schwer, wenn sich andauernd Alltagsgedanken einschleichen. Es ist für viele Menschen nicht leicht sich beim Üben von Magie so lange auf den Wunsch zu konzentrieren, oder die Kerzenflamme, oder was auch immer. Aber im Grunde braucht man nur ein wenig Übung. Dann geht es schon viel leichter. 

Übung für eine bessere Aufnahme beim Lesen

Ich merke bei mir selber oft, wie ich beim Lesen langweiliger, oder auch eher interessanter Texte gerne mal abschweife. Meine Augen lesen weiter, jedoch weiß ich nachher nix vom Absatz mehr, denn ich war so konzentriert auf diese eine Sache. Um solche Dinge abzutrainieren, lies dir einen Absatz in voller Aufmerksamkeit durch, dann klappe das Buch zu und erinnere dich an so viele Details wie nur möglich. Je nach Übung kannst du dazu immer größere Textstellen hinzunehmen. Aber du solltest dich nicht überanstrengen. Mache am Besten zwischen 2 Übungen eine Pause. 

Übung für eine punktgenaue Meditation und Visualisierung

Konzentriere dich beim Meditieren auf eine Kerzenflamme. Du kannst ruhig blinzeln und musst nicht starren. Wenn du jedoch nicht mehr kannst, schließe die Augen und sieh die Flamme in deinem Geist. Wenn du es nicht mehr halten kannst, öffne die Augen wieder und sieh die Flamme in Wirklichkeit. So was kann auch schon sehr schwer sein, wenn man es nur 5 Minuten macht. Ich finde es sehr schön, diese Übung auch auf andere Sinne auszudehnen, wie etwa hören, riechen usw. 

Dazu stellst du zum Beispiel eine Duftlampe auf, wenn es ums Riechen geht, drehst den CD Player an, wenn's ums Hören geht, nimmst etwas in die Hand wenn es ums Fühlen geht  (barfuss gehen ist auch eine super Methode) oder isst etwas, wenn's ums Schmecken geht. Egal, was du nun machst, mache es ganz bewusst. Schmecke genau in dein Essen hinein, schau wie es sich im Mund anfühlt, welcher Geschmack wann herauskommt, etc. Wenn du barfuss gehst, spüre jeden Stein unter deiner Sohle, den Teppich oder die Fliesenfugen. Wenn du merkst, dass deine Konzentration abschweift, konzentriere dich wieder auf dein Vorhaben, so lange es geht oder du Lust hast. Damit lernst du auch deine Sinne gut kennen und kannst sie besser einsetzen, wenn du sie benötigst.

Konzentration auf die Natur

Bei dieser Übung begibst du dich irgendwo in die Natur. Such dir einen Baum, eine Wolke, eine Blume, egal was es ist und beginne dich darauf zu konzentrieren. Wenn du abschweifst, lenke dein Bewusstsein wieder darauf und versuche immer länger durchzuhalten. 

Meditation über etwas

Schreibe dir einen Begriff auf, am Besten ein Nomen (Hauptwort). Sammle nun alle möglichen Gedanken die dir dazu einfallen, mach das bis dir absolut nichts dazu mehr einfällt. So kannst du lernen Dinge miteinander zu assoziieren, was dir auch in der Magie weiterhelfen kann, wenn es zum Beispiel um Korrespondenzen geht. Ein bisschen mystischer kannst die die Übung gestalten, indem du z.B.. "Fruchtbarkeit" aufschreibst und alle Korrespondenzen sammelst, die man dazu verwenden kann. Solche Übungsblätter oder Mind Maps kannst du auch in dein Buch der Schatten aufnehmen, denn wenn diese Arbeit einmal gemacht ist, kannst du sie auch für andere Male heranziehen. Vielleicht verändert sich mit der Zeit deine Lise, dann mach eine neue, wenn du das Bedürfnis dazu hast. 

Handwerksmeditation

Eine sehr gute Übung um Dinge kennen zu lernen, besonders Ritualgegenstände, ist diese. Nimm das Ding in die Hand, oder stelle es vor dich und betrachte es wie ein Handwerker. Aus welchem Matereal glaubst du wurde es gemacht und wie genau? Wurde es gegossen, getöpfert, gemeißelt, geschnitzt? Wurde es bemalt, wenn ja mit welcher Farbe, ist es eine Farbmischung, ist es Lack oder Naturfarbe? Wir fühlt es sich an? Ist es eher ein Einzelstück oder ein maschinell gefertigtes Massenprodukt? Wenn du es so hältst, wie fühlst du dich damit? Was in dir fühlt sich dadurch besonders angesprochen? So kannst du deine Werkzeuge kennen lernen, was ich besonders dann empfehle, wenn du sie noch nicht geweiht hast. Statt einer Meditation über ein bestimmtes Werkzeug kannst du einfach die Handwerksmeditation machen, die dir hilft deine Bindung zum Stück aufzubauen und dir zusätzliche mehr Konzentration schaffen kann :)

Alle diese Übungen auf der Seite, sollte wie alle magischen Übungen nicht übertrieben werden. Zwinge dich nicht dazu etwas zu erreichen sondern übe, bis es von ganz allein kommt. natürlich dauert es seine zeit, aber irgendwann wird die sich auszahlen, solang du es nicht überstürzt.

 

Copyright Shina Edea