Der Schutzkreis

Wie sein Name schon sagt, schützt und der Schutzkreis und wird deshalb meist vor Ritualen und magischen Handlungen gezogen. Er schützt vor den Energien, die wir nicht bei uns haben wollen. Stell dir das so vor, wenn du Magie übst, bist du wie ein Licht im Dunkel. Und dieses Licht, dass du ausstrahlst, kann Wesen und Energien anziehen die dir nicht wohlgesonnen sind und die dich vom Ritual ablenken können. Es ist auf jeden Fall besser, sich vorher zu schützen, denn man weiß nie genau, welche Mächte sich von unseren Kräften angesprochen fühlen, die wir eigentlich gar nicht erreichen wollen.

Copyright Stephanie Pui Mun Law

 

Schutzkreis ziehen

Den Schutzkreis ziehst du normalerweise vor einem Ritual. Diese Anleitung stammt aus "Naturmagie" von Marian Green.

Beginne im Osten und visualisiere eine blaue Flamme, die aus deinem Finger kommt, mit dem du den Kreis ziehst (du musst dich dabei nicht bis zum Boden hinunterbücken. Du kannst aufrecht stehen). Mit dieser blaue Flamme schreitest du dann einen Kreis ab, von Osten, über Süden, über Westen, über Norden, zurück in den Osten. Der Schutzkreis den du damit ziehst sollte optimalerweise in der Mitte deinen Altar haben, oder den Platz an dem du arbeiten willst. 

Du kannst während du den Kreis abschreitest eine Formel aufsagen, wie etwa: "Wind des Herbstes, Atemluft, zeigt mir euren reinen Duft (wende dich gen Süden) Sommerfeuer, Flammenlicht, ohne euch gedeih ich nicht (geh in den Westen des Kreises) Wasserläufe, Frühlingsregen, gebt mir euren sanften Segen (geh in den Norden) Urnatur und Kraft der Erde, helft mir, dass ich mächtig werde (gehe weiter, bis du wieder im Osten bist, dort wo du angefangen hast und verschließe den Kreis symbolisch, wie du magst. Geh dann in die Mitte und sieh nach unten." Erde unten (schau nach unten), Himmel oben (schau hinauf), lasst mich eure Liebe loben (sieh, wie sich der blaue Kreis um dich zu einer Kugel bildet, die unten durch den Fußboden weitergeht) Kreis ringsum und Kraft in mir (fühle deine Kraft) unsere Kraft vereint sich hier (berühre den Altar /Boden in der Mitte des Kreises). Das war´s.

Oder so

Natürlich gibt es zig verschiedene Arten den Schutzkreis zu ziehen. Eine andere Methode stelle ich dir gleich noch vor. Natürlich muss man den Kreis nicht immer abschreiten, aber man tut sich, wie ich finde leichter. Wenn du gut visualisieren kannst, kannst du dir in deiner Hand auch eine blaue Kugel vorstellen, die sich immer mehr ausweitet und sich um den ganzen Platz auszudehnen beginnt. Das ist um einiges schwerer, wirkt aber genauso gut. 

Nicht verlassen

Solange der Kreis gezogen ist, solltest du ihn nicht mehr verlassen, sonst machst du ihn kaputt. Niemand sollte ihn mehr betreten, solang man keine Tür für diese Person aufgemacht und nach ihrem Eintreten wieder zugemacht hat. Babys und Katzen sollen den Kreis betreten können, ohne ihn zu zerstören. Lass deine Haustiere aber besser trotzdem in einem anderen Raum. Verlassen kannst du den Kreis, sobald er aufgelöst wurde.

Die Tür

Wenn es vorkommen sollte, dass du aus dem Kreis hinaus musst, oder jemand anderen in den gezogenen Kreis hineinlassen möchtest, kannst du eine Türe öffnen, durch die er/sie hindurchgehen kann. Meist macht man das, indem man mit dem Athame oder Messer eine Tür in den Kreis schneidet, denjenigen eintreten lässt, sobald er gereinigt ist, und nach ihm den Kreis dann wieder zumacht, indem man erneut in die andere Richtung mit dem Athame die Tür schneidet. Wenn jemand aus dem Kreis geht, sollte jemand an der unsichtbaren Tür Wache halten, damit keine unerwünschten Energien eintreten können, bis die Person wieder da ist.

Schutzkreis auflösen

Um den Kreis am Ende des Rituals wieder aufzulösen zieh ihn gegen den Uhrzeiger (Osten, Norden, Westen, Süden, Osten) und sage wenn du magst wieder eine Formel, zum Beispiel: "Ich öffne den Kreis doch er bleibt ungebrochen (Stelle dir vor, wie er sich auflöst und das blaue Licht beim Abschreiten wieder in deinen Finger geht)."

Du hast sicher schon bemerkt, dass man um den Kreis zu ziehen auch die vier Elemente, Himmelsrichtungen, Wachtürme, Engel, usw. anrufen kann. Dies verstärkt den Kreis noch zusätzlich. Wenn man den Schutzkreis danach wieder auflöst, muss man sich vorher bei allen angerufenen Elementen, Himmelsrichtungen, etc. bedanken und sie wieder "freilassen", denn sie sind damit mit ihrer Aufmerksamkeit an den Kreis gebunden. Wichtig ist hier auch, dass es immer 4 Kräfte sind, die den Kreis verstärken, für jede Richtung eine (wenn man oben, unten und die Mitte hinzunimmt, sind es sieben), damit alle ausbalanciert sind und nicht auf einer Seite überwiegen.

Einen kleinen Irrtum des Hexentums möchte ich noch aufdecken: Die Hexen nennen ihn den Schutzkreis, aber eigentlich ist er eine Kugel. Deshalb gibt es auch viele Hexen, die die oben genannten sieben Richtungen benutzen. Natürlich sollte der Schutzkreis rund um dich geschlossen sein um dir optimalen Schutz zu gönnen.

Tabus im Schutzkreis

Auch im Schutzkreis gibt es natürlich Regeln, denn er ist sozusagen ein Tempel für die Hexe. Ein heiliger Ort.

  • Handys werden ausgemacht! Bei einem Ritual sollte das Handy aus sein und hat auch eigentlich nichts im Schutzkreis verloren. Manche Hexen sind sogar davon überzeugt, dass Handystrahlung mit magischer Arbeit kollidiert, ob das stimmt, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall ist es besser das Handy zumindest auf lautlos zu schalten, solange man ein Ritual macht, um nicht gestört zu werden.

  • Kaugummi raus. Beim Ritual sollst du frei sprechen können, außerdem stört das Kauen auch deine Konzentration. Auch wenn du es nicht merkst, der Kaugummi lenkt dich immer wieder mit der Aufmerksamkeit auf deinen Mund.

  • Alkohol in Maßen. Solange man in Maßen trinkt und sich nicht sinnlos Volllaufen lässt ist Alkohol okay. Wenn man betrunken ist, kann man keine Magie mehr üben und auch nur schwer das Ritual wieder beenden. Und vor allem wenn du noch Minderjährig bist, solltest du besser auf Alkohol verzichten. Trinke am Besten erst dann, wenn der Kreis wieder offen und alles wieder weggeräumt ist.

  • Kichern, lachen, Plappern. Wenn du allein bist ist das ja okay. Solange du dich nebenher noch konzentrieren kannst und nicht ständig in Gelächter ausbrichst. Aber wenn du mit anderen arbeitest, sei dir bewusst, dass das wirklich stören kann.

  • Bevor der Schutzkreis gezogen wird, gehst du am Besten noch mal auf die Toilette. Denn wenn der Kreis einmal gezogen ist, geht das nicht mehr. 

Das waren die wichtigsten Dinge, die ich mir ins Gedächtnis rufen konnte. Wenn dir noch mehr einfällt, führe die Liste ruhig noch weiter. 

 

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