Lammas / Lughnasadh

am 2. August

Bedeutung:

Lammas ist der erste der drei Erntesabbate, die Kornernete. Der Sommer erreicht nun den Höhepunkt, und die Früchte des Jahres werden bald geerntet. Nutze diesen Tag um Dank zu sagen, für die Früchte der Erde und die Gaben, die sie hervorbringt. 

Altardeko:

Der Altar wird meist mit Korn und Weizengarben geschmückt.

Vollkornbrot

Kombiniere in einer großen Schüssel:

  • 2 Tassen Milch (leicht erwärmt)
  • 2 Tüten Backhefe
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Tasse Honig
  • 1/4 Tasse brauner Zucker

Bedecke diese Mixtur und lass sie an einem warmen Ort ohne Durchzug stehen, bis sie zur doppelten Größe aufgegangen ist. Das ist etwa eine halbe Stunde. Dann gib folgendes hinzu:

  • 3 Esslöffel weiche Butter
  • 2 Eier
  • 1 Tasse Mehl
  • Rühre um, bis sich Blasen bilden. Dann gib hinzu:
  • 1/2 Tasse Weizen Germ
  • 1/2 Tasse gemahlenen Hafer
  • 2 Tassen grobes Weizenmehl
  • 2 Teelöffel Sesamsamen

Reibe deine Hände mit Mehl ein und ebenso den sauberen Tisch. Knete den Teig darauf, bis er zart und elastisch ist. Während des Knetens gib mehr Mehl hinzu, damit der Teig nicht kleben bleibt. Dann gib den Teig in eine vorgefettete Form. Bedecke dies mit einem Tuch und stell es an einen warmen Platz, bis es wieder zur doppelten Größe aufgegangen ist. Das dauert diesmal etwa eine Stunde. Dann nimm den Teig heraus und forme in zu zwei oder mehreren Laiben. Lege diese auf ein gefettetes Backblech. Bedecke sie und lass sie wieder ums Doppelte aufgehen. Dann backe sie in einem vorgeheizten Ofen bei 180 Grad. Sie sind fertig, wenn sie schön braun sind, und bei Berührung fest sind. Man kann auch die Stichprobe mit einer Nadel machen. Stich den Laib mit einer Stricknadel an, so kannst du sehen, ob der Teig innen noch flüssig ist.

Lammas Räucherung

von Scott Cunningham

  • 2 Teile Weihrauch
  • 1 Teil Erika
  • 1 Teil Apfelblüte
  • 1 Zweig Johannisbeerblätter
  • einige Tropfen Ambra

Verbrenne diese Räucherung an Lammas oder um den herbst willkommen zu heißen.

 

Lammas Öl

Von Scott Cunningham

  • 5 Tropfen Weihrauch
  • 5 Tropfen Rose
  • 5 Tropfen Schafgarbenöl

Gib ein Stück Weizen hinzu, ebenso ein Stück Katzenauge, Citrin oder Achat.

 

Anrufung der Sonne


Sonne, Herr des Lebens
Gleitest über den Himmel auf goldenen Bahnen!
Komm zu uns, jener mit den Händen aus Licht,
Zu uns herab, die arbeiten in deinem Namen,
Wir rufen deine alten Namen,
Und hören deine Mysterien des Lebens.
Sonne, Himmellicht
Blasse Schönheit aus Sonnelicht,
Komm zu uns, jene mit der Schönheit aller Tage!
Zu uns herab und halte deine Hände schützend über uns
Wir, die heute am feiern sind,
Und deinen Namen singen.

 

Danksagung für das Essen und Segnung


Gott/ Göttin, wir danken dir für dein Geschenk, dieses Essen.
Alles, die hart gearbeitet haben um uns dieses Essen auf den Tisch zu bringen
Sollen gesegnet sein und frei von Leid. Sie sollen erhalten, was ihnen zusteht, für diese Gaben.
Gott/ Göttin, dich ehren wir indem wir dei Essen essen.
Möge es uns Gesundheit und Freude schenken und uns mit allem verbinden, das ist.
Wie wir es erhalten, so geben wir es auch zurück.
Wir danken für diese Gabe.

Ritualvorschlag 1:

In der Ernte sind die Rituale eher auf den Gehörnten Gott bezogen, doch sie danken ebenso der Göttin für ihre Gaben. Der Altar und der Kreis können mit Bündeln oder Garben aus Getreide, Gerste, Hafer oder Weizen geschmückt werden. Auch Früchte und Brot kannst du verwenden. Meist nimmt das Brot in der anschließenden kleinen Feier den Platz des Ritualkuchens ein, und statt Wein wird des öfteren Apfelmost verwendet. Der Altar wird mit einem roten Tuch bedeckt, die Kerzen sind orange. Lege deine geweihten Werkzeuge auf den Altar, entzünde Kerzen und Weihrauch und zieh den Kreis. Rufe dann Gott und Göttin. Halte nun etwas Getreide in deinen Händen, während du vor dem Altar stehst und sagst:

"Nun ist die erste Ernte des Jahres, die Zeit, in der die Früchte der Natur uns geben, was wir zum Überleben brauchen. Jetzt, da sich der Gott zum Sterben vorbereitet, soll sein Opfer uns verstehen lassen, dass wir in unserem eigenen Leben Opfer bringen müssen. Jetzt, da die Göttin zur weisen, alten Frau wird, soll sie uns ihre Geheimnisse und ihre Magie in die Ohren flüstern , auf das wir sie für das gute verwenden und sie nicht missbrauchen."

Reib die Köpfe des Getreides mit deinen Fingern so, dass das Getreide auf den Altar fällt. Hebe dann auch eine Frucht auf und beiß ein Stück ab. Schmecke es.

"Ich nehme Teil an den Früchten der ersten Ernte, das ihre Energien den meinen auf der Suche nach Weisheit helfen, ebenso auf der Suche nach Perfektion und nach dir, Göttin. Oh Göttin des Mondes, Mutter allen Lebens, oh Gott der Sonne, Vater allen Lebens, ich danke euch für die Gaben, die ihr mir gegeben habt. Möge ich mich immer daran halten keinen Schaden anzurichten und mögen meine Taten euch immer gefallen."

Iss die Frucht ganz auf. Nach dem Ritual kannst du das kleine Fest halten, oder magische Arbeit verrichten. Löse dann den Kreis auf. Auch eine gute Möglichkeit nach diesem Ritual ist Fasten. Während des Fastens kannst du alle reifen Früchte, Brot und Beeren essen...

Ritualvorschlag 2:

Dieses Ritual sollte am Abend vollzogen werden, am besten nach Sonnenuntergang. Reinige die Umgebung, und beginne dann von Norden aus im Kreis mit dem Besen alles Negative herauszufegen. Stell in jede Himmelsrichtung die passende Elementkerze und leg deine geweihten Werkzeuge auf den Altar. Bau den Altar vorher so auf wie du willst, richte ihn nach Norden aus und bedecke ich mit einem gelben oder goldenen Altartuch. Zum Dekorieren kannst du Ähren und Körner verwenden auch Pflanzensamen. Du kannst auch schöne Steine uns Sonnenräder dazugeben. Außer den geweihten Werkzeugen und den Pflanzen solltest du noch auf dem Altar haben:

  • Gelbes oder goldenes, oder orange Altartuch
  • Eine Kerze für die Sonne und eine Kerze für den Mond
  • Räucherwerk
  • Herbstsymbole, wie Ähren, Blätter, usw.
  • Steine
  • Ein Symbol für die Sonne
  • Einen Brotlaib, Vollkornbrot wäre am besten geeignet
  • Alles, was sonst noch wichtig für dich ist

Wenn alles bereit ist, reinige dich, indem du duschst oder dir einfach nur die Hände und Füße wäscht. Zieh dann deine Ritualkleidung an, falls du welche hast. Du musst aber keine haben. Setz dich vor den Altar, meditiere ein wenig bis du ruhig genug bist, dann erde und zentriere dich. Wenn du dich bereit fühlst, beginne. Du kannst bei diesem Ritual Musik benutzen, wenn du einen Kassettenrekorder aufstellst, dann aber ohne Kabel, das bricht den Schutzkreis, wenn es geht mit Batterien, oder besser wäre: Du singst oder spielst;) Ach ja, heute passt nur leise Musik, die beruhigt. 

Zieh einen Schutzkreis um den Ritualplatz. Dann geh zum Altar und nimm den Zauberstab in deiner Schreibhand, schau in Richtung Norden und strecke deine Arme nach beiden Seiten aus. Wenn du dich bereit fühlst, beginne mit diesen Worten.

"Das Rad des Jahres dreht sich weiter und bringt uns von einer Zeit in die nächste,
Was sein wird ist. Was war wird sein. Alle Zeit ist hier im Kreis
Ich sehe das Rad sich drehen und feiere an diesem Abend mit
Heut ist Lughnasadh, die Zeit der Ernte und des Dankes.
Ich komme um der Sonne und dm Mond für ihre gaben zu danken
Ich danke der fruchtbaren Erde für ihre gaben
Großer Gott, der alles schafft, lass mich verstehen – schenke mir das Wissen um deine Mysterien
Große Göttin, die alles geboren hat, schenke mir das Wissen um Tod und Wiedergeburt"

Gib den Zauberstab zurück auf den Altar. Halte deine Hände über das gebrachte Essen und den Brotlaib und sag:

"Gesegnet sei die Zeit der Ernte, die die Früchte der Erde hervorbringt
Gesegnet sei Mutter Erde. Heute ehre ich die Götter zum Danke, den Kornkönig und seine Königin."

Nimm den Laib auf und sag:

"Gesegnet sei die Zeit der Ernte, Manifestation der heiligen Hochzeit der Götter
Ich nehme Teil am ersten Ritual der Ernte und vermische die Energie des Tages mit der meinen.
Damit auch meine Fähigkeiten wachsen und einmal eine reiche Ernte bieten.
Viele Segnungen habe ich ausgesprochen. Für vieles bin ich dankbar."

Nun benenne alle Dinge, auf die du kürzlich stolz und dankbar warst. Dieser Ritualteil soll spontan sein, also ist es nicht erlaubt, sich vorher einen Zettel zu schreiben! Mach es aus deinem Herzen heraus. Zu jeder Sache, für die du dankst, brich ein Stück Brot ab und iss es. Trinke dazu ach einen schluck aus dem Kelch. Dann sag:

"Danke Mutter und Vater. Danke fruchtbarer Erdboden.
Mögen die Pflanzen nun ihre Samen werfen, mögen sie sich in die Erde betten um im nächsten Herbst
wieder Früchte zu tragen. Bitte akzeptiert auch mein Opfer. Das Opfer des Brots und des Weins.
Nutzt es und füttert damit die hungrige Erde, die Naturwesen und alle die dafür sorgen,
dass ich zu Essen habe und nicht hungern muss."

Mit den letzten Worten, gib das Brot und den Wein auf die Erde, wenn du ein Lagerfeuer hast wirf es dort hinein. Sag dabei:

"Ich segne diese Opfer und gebe es der Erde zurück. Von ihr kam es, zu ihr geht es wieder.
Blessed be."

Dann mach eine kurze besinnliche Pause und sprich dann:

"Jedes Ding hat seine Zeit. Heute hat uns die Zeit des Herbstes erreicht.
Eine Zeit der Farbenpracht und Schönheit, in der wir uns an den Sommer erinnern und auf den Winter vorbereiten. Für alles gibt es eine Zeit. Eine Zeit zum geboren werden und eine zum Sterben.
Eine zeit zum ernten und eine zum säen
Gesegnet seien die Götter, die das Leben tragen
Gesegnet sei die Erde und alles was sie nährt.
Gesegnet seien die Menschen, die hart arbeiten um mir Nahrung zu schenken
Gesegnet sei die Zeit des Herbstes. Gesegnet sei Lughnasadh!"

Wenn du fertig bist, halte ein kleine Fest ab und iss die Leckereien die du mit in den Kreis genommen hast. Dann kannst du noch Karten legen oder sonst arbeiten. Öffne dann den Schutzkreis und räume auf.  

 

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