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Was ist eine Anrufung?
Unter Anrufungen verstehen viele Menschen
das Anrufen von Geistern oder fremder Mächte. Anrufungen haben aber
nichts damit zu tun. Geister anzurufen nennt man Beschwörung, was ihr auf
meiner Homepage nie finden werdet, weil es viel zu gefährlich ist.
Richtige
Vermutung:
Hier geht es darum die Elemente anzurufen
oder Gott und Göttin (falls man an sie glaubt, wovon ich jetzt mal ausgehen
will). Ich möchte hier noch kurz anfügen, dass nicht nur die Wicca an eine
Göttin und einen Gott glauben.
Die Elemente werden bei den meisten Arten einen
Schutzkreis zu ziehen automatisch angerufen. Du wirst das sicher kennen, und
gemacht hast du es sicher auch schon. Oft nennt man es das Rufen der Wachtürme
oder das Rufen der vier Winde. Man ruft die Elemente vor dem Ritual an
(dann, wenn man gerade den Schutzkreis zieht), damit sie den Schutzkreis
verstärken und uns ihre Kraft für das Ritual leihen. Sie haltet Böses von uns
fern, deswegen ist der Schutzkreis auch so wichtig.
Göttin und Gott:
Wie gesagt, auch Göttin und Gott kann
man anrufen. Sie werden nach dem Ziehen deines Schutzkreises gerufen. Dies
sollte man bei jedem Ritual machen, und zwar mit einer Gottheit deren
Eigenschaften zum Ritualinhalt passt. Wenn du zum Beispiel einen Geldzauber
machst, rufe eine Göttin des Wohlstands an. Wenn du weder an Gott noch Göttin
glaubst rufe einfach die Macht des Universums an oder andere
starke Mächte, die dir beistehen! (keine Geister etc..) Oder ganz so, wie es zu
deinem Glauben passt, rufe etwa Jesus oder Heilige.

Copyright Jonathon Earl Bowser
Zu den Göttern und ihren
Aspekten:
Du
hast sicher bemerkt, das es allein in Rom Hunderte von Göttinnen und Göttern
gibt. Welche/r ist also der Richtige, wenn dein Ritual keinen bestimmten Zweck
hat? Hierzu zitiere ich mal Dion Fortune: „Alle Göttinnen sind eine Göttin und alle Götter
sind ein Gott.“ Sie zeigen sich nur in anderen Gestalten und wechseln die
Namen. Wir geben uns auch gern mal als anderer Mensch, zum Beispiel im Internet
oder der Schule usw. so kannst du dir das vorstellen. Wenn du allerdings mit einer bestimmten
Gottheit arbeiten willst ist das völlig okay.
Götter
anrufen:
Um
die Götter zu rufen brauchst du keine bestimmte Haltung
einzunehmen, setz dich einfach bequem vor den Altar. Du kannst auch stehen. Man
kann die Gottheiten mit einem Gedicht an sie, das man selbst geschrieben hat,
oder mit spontanen Worten anrufen. Ich benutze meist spontane Worte, es fällt
mir so leichter und kommt direkt aus dem Herzen. Ich hab mal ein Beispiel zu
Gott und Göttin allgemein geschrieben:
Die
Göttin: „Herrin Mutter, die du alle Menschen geboren hast aus deinem Leib,
dein ist die Schönheit der Natur. Du bist der Wind, der meine Haut streichelt,
du bist das Wasser, das ich zum Leben brauche, du bist das Feuer, das in mir
brennt, du bist die Erde auf der ich gehe. Ich bitte dich nun, komm und wohne
mir in diesem Ritual bei, schenke mir deine Kraft und beschütze mich. Ich bitte
dich: Sei hier, jetzt!“
Der
Gott: „Vater und Herrscher über das Licht, du bist die Sonne, großer Gott.
Du gibst mir Lebenskraft und bringst die Blumen zum Blühen. Du wärmst mich,
wenn ich friere und gibst mir Nahrung, wenn ich Hunger leide. Dein Tanz bringt
mir Freude, wenn ich traurig bin. Ich bitte dich nun, komm und wohne mir in
diesem Ritual bei, schenke mir deine Lebenskraft und beschütze mich. Ich bitte
dich: Sei hier, jetzt!“

Götter verabschieden:
Natürlich
kannst du das alles auch umändern, mach es so, wie es dir gefällt, das ist der
Zweck dabei. Es soll aus deinem Herzen an die Götter gehen. Wenn du das Ritual
beendest, solltest du den Gottheiten auch danken. Immerhin haben sie dir
beigestanden. So etwa:
„Herrin
und Mutter, ich danke dir aus ganzem Herzen für die Kraft, die du mir hast
zukommen lassen, um zum gelingen des Rituals beizutragen. Ich danke dir für
deinen Beistand und Schutz. Ich entlasse dich nun in dein Reich zurück. Geh
wenn du musst, bleib, wenn du willst.“
„Herr
und Gott, auch dir danke ich für Schutz und Beistand. Ich danke für die
Lebenskraft, die du mir geschickt hast, um mir zu helfen, den Zauber zu wirken.
Ich entlasse dich nun in dein Reich zurück. Geh, wenn du musst, bleib, wenn du
willst.“
Auch
ein guter Abschluss ist gehet hin in Frieden (man sollte ihnen aber auch die
Option offen lassen, ob sie bleiben wollen). Es stammt zwar aus der
katholischen Kirche, verfehlt seine Wirkung hier aber keinesfalls. Etwas, das du
dir auch hier merken musst: Bitte, aber befehle nicht! Zeige immer Achtung und
Respekt vor den Göttern, wie auch vor den Elementen.

Gebete:
Sehr
gute Wirkungen erzielen auch bei den Hexen die Gebete. Vielleicht denkst du
jetzt, ich spinne, aber mit Gebeten kannst du mit den Göttern sprechen. Egal, welche Götter das sind. Du kannst ihnen Dank sagen oder sie um etwas bitten. Wenn
das Gebet aus vollem Herzen kommt, verfehlt es seine Wirkung sicher nicht. Versuche deine Gebete aus dem Herzen kommen zu lassen, du brauchst nicht mal
eine bestimmte Haltung zum Beten. Wenn dein Wunsch aus reinem und von ganzem
Herzen kommt brauchst du nur zu beten, anstatt lange
herumzuzaubern*gg*.

Notiz:
Es
ist sehr wichtig, das du auf deine Fähigkeiten vertraust und fest daran
glaubst, dass du das bewirken kannst, was du bewirken willst. Die Götter
kommen gerne zu dir und helfen auch gerne, aber irgendwann werden sie
vielleicht nicht mehr kommen, wenn du ständig zweifelst ob sie da sind. Eine Gottheit kann dich
überall hören, wo du auch bist. Und sie wird dir auch zuhören, also
rede mit ihr. Hab Vertrauen.
Wenn
du mit den Göttern arbeitest dann ehre sie. Sie lieben dich, liebe sie auch.
Wenn
du die Götter angerufen hast, setze dich eine Zeit lang still vor den
Altar, atme ruhig und fühle. Dann kannst du die Gegenwart der Götter
spüren, wenn du genau aufpasst. Es ist vielleicht sonderbar warm und
weich, du fühlst dich geborgen und ruhig..
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