Rituale

Was ist ein Ritual?

Ein Ritual laut Definition ist eine festgelegte Abfolge von Bewegungen und Handlungen, die einem bestimmten Zweck dienen. Diese Beschreibung muss nicht nur für Rituale religiöser Art gelten. Auch die jeden Tag gleiche Abfolge deiner Morgentoilette kann schon ein Ritual sein. Vielleicht hast du auch ein bestimmtes Ritual, also einen bestimmten Ablauf, den du immer dann einhältst wenn du kochst. Natürlich gibt es Rituale wie gesagt auch in einer Religion, und wenn du dir als Beispiel die katholischen Messen hernimmst, die immer nach einem bestimmten Schema ablaufen, weißt du wie ein Ritual aussehen kann. Bei Hexen sind die Rituale jedoch nicht auf einen Glauben festgelegt, denn eine Hexe kann ja glauben woran sie will. Es gibt jedoch ein gewisses Grundschema dass der Großteil aller Hexen einhält, weil es sich einfach als die beste Methode erwiesen hat. Welchen Göttern du in solchen Ritualen jedoch huldigst, ist ganz allein deine Sache. Und natürlich kann es auch ganz ohne Götter ablaufen :)

Wozu benutzen Hexen Rituale?

Rituale sind eine Möglichkeit einen Glauben zu praktizieren, das ist aber nicht die einzige Möglichkeit sie zu nutzen. Ebenso stellen Rituale eine Art Anhaltspunkt für die Menschen dar (denk nur an das Errichten eines Maibaums, einer Hochzeit, etc.) und ebenso wenn mehrere Leute daran teilnehmen ein Gefühl des Zusammenhalts. Rituale können uns helfen unsere Ziele zu erreichen, unsere Wünsche auszusprechen oder einfach nur dazu um eine schöne Zeit mit dem Ritual zu erleben.

Wann werden Rituale gemacht?

Wann immer dir danach ist. Die meisten Hexen feiern alle oder einige der Jahresfeste oder Sabbate, andere feiern zudem noch die Esbate, also Mondfeiertage. Zusätzlich kann man auch Stadien des Lebens feiern, wie eine Taufe oder Hochzeit. Oder man macht einfach ein Ritual, weil man gerne etwas bewirken möchte, oder eine neue Phase im Leben einleiten möchte. Du siehst also, Rituale können sehr vielseitig sein.

Ritualsammeln

Ich werde im Internet oft nach meinen Ritualen gefragt, soll zu diesem oder jenem Thema meine Rituale herausgeben. Ja, ich mache Rituale, und ich erfinde auch welche. Aber: Was nützt es jemand anderem, wenn dieser meine persönlichen Rituale kopiert? Bei mir wirken diese, weil sie ja persönlich sind, aber wenn jemand anders sie von mir kopiert sind sie nicht mehr persönlich: Wirken sie dann also noch? Aus genau diesem Grund sollte man auch keine Rituale aus Büchern kopieren. Verwende Rituale aus Büchern, die dir gefallen, aber personalisiere sie, damit sie auf dich zupassen. Rituale die dir nicht gefallen, verwende nicht, und ebenso keine Teile die dir nicht passen. Gut, es gibt Teile wie den Schutzkreis die man immer machen sollte, aber auch da gibt es tausend Möglichkeiten sie auszuführen.

Wie auch immer, um diesem Thema mal entgegenzuwirken, zeige ich euch so gut das übers Internet geht, wie man selber zaubert, also selber Magie wirkt und Rituale erfindet. 

Bevor du ein magisches Ritual zu einem bestimmten Zweck machst

...solltest du dich einige Dinge fragen:

  • Habe ich alles andere versucht? Diese Frage finde ich sehr wichtig, da der Einsatz von Magie dich nicht davon abhalten darf selbst zu denken. Du solltest Magie ebenso nicht für jedes Kinkerlitzchen missbrauchen. Handle und versuche zuerst Probleme auf die herkömmliche Weise zu lösen, das ist am leichtesten und wirkt am schnellsten. Sollten sich Probleme zeigen kannst du ja ein Ritual zur Unterstützung einsetzen.

  • Wie kann mein Ritual wirken und bin ich bereit für diese Folgen die Verantwortung zu tragen? Wenn du diese Frage mit nein beantwortest solltest du es besser lassen. Denn die Verantwortung für die Magie die du wirkst kannst nur du alleine tragen und kein anderer kann dir das abnehmen. 

  • Ethik - Ist das Ritual ethisch vertretbar?

  • Bin ich bereit mit dem Ritual zu arbeiten? Bedenke dass ein Problem durch das Ritual nicht gelöst wird. Es wird nachher noch genauso aussehen und wenn du etwas erreichen willst, musst du auch nach dem Ritual noch aktiv mithelfen und was tun. Ein Job kommt nicht einfach angesegelt, während du vor der Glotze hängst - du musst aufstehen und einen suchen. Ebenso ist es mit Liebespartnern. Und gute Noten kriegt man sowieso nur wenn man lernt, egal wie gut man zaubern kann. 

Angst

Viele Menschen haben Hemmungen eigene Rituale zu erfinden. Doch das muss nicht sein. Einerseits sind die Rituale die in Büchern stehen auch irgendwann erfunden worden, von irgendwem, andererseits sind die doch meistens absolut das Gegenteil davon, was du wirklich willst. Also sei kreativ und bau um.

Angst davor ein Ritual abzuhalten: Das ist schon ein zäheres Problem, aber bedenke, wenn es dir so geht, dass du dich einerseits nicht vor Erfahrungen drücken kannst und andererseits kannst du dich auch nicht davor drücken Fehler zu machen. Aber genau das ist der Grund warum man trotzdem weitermachen sollte, Fehler wird es immer geben und daraus lernt man. Aus Angst vor Fehlern sollte man nie aufhören zu zaubern (oder gar nicht erst anfangen), denn man lernt daraus. Und wie ein weiser Satz sagt: "Wer einmal vom Pferd fällt sollte so schnell wie möglich wieder drauf steigen." Denn sonst nimmt die Angst überhand, und das sollte sie nie, denn sonst traut man sich eines Tages gar nichts mehr.

Nun folgt ein einfacher Ritualaufbau. Ich täte aber jedem raten, der ich daran hält, die verwendeten Übungen etc. bereits vorher zu üben, damit man sie beim ersten Ritual dann kann und nicht dadurch aufgehalten wird, sondern gefestigt ist. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Kraft und Nerven. Klicke auf die unterstrichenen Wörter um zur passenden Infoseite zu gelangen.

 

Ein Ritual erfinden, in einfachen Schritten

  1. Zweck: Hier solltest du dich fragen, warum, wie, wann und wo du dein Ritual ausführen möchtest. Ob du es allein halten willst oder mit Freunden, welche Hilfsmittel auf keinen Fall fehlen sollen usw. Du solltest hierbei auf dein Bauchgefühl hören, denn damit kannst du nie falsch liegen.

  2. Ziel: Schreibe dir dann das Ziel des Rituals in einem kurzen, exakten Satz auf und feile daran so lange bis es absolut okay für dich ist und auch keine Missverständnisse entstehen können. Definiere auch Mengenangaben wie viel genau. Des weiteren sollte das Ziel positiv formuliert sein und keine "nicht" und "kein" enthalten, da diese vom Geist übersehen werden und du dann genau das Gegenteil erhältst, das ohne jenes "nicht" ja bejaht wird. (Ich will keinen Regen -wird zu - Ich will Regen)

  3. Zubehör: Nun suche nach Korrespondenzen die dein Ziel unterstützen. An welcher Mondphase sollte ich das Ritual ausüben? An welchem Tag, zu welcher Stunde? Welche Farben sollten die Kerzen haben, welche Hilfsmittel möchte ich zusätzlich, was möchte ich unbedingt dabeihaben?

  4. Aufbau: Schaffe am Ritualplatz Platz, indem du aufräumst, putzt und eine magische Reinigung vornimmst. Am allerbesten wäre natürlich ein Ritualplatz im Freien, aber auch da sollte man reinigen. Baue alles auf, was du verwenden willst und richte den Altar ein oder lege alles auf den Boden, wie du halt besser kannst. Versichere dir bevor es losgeht, ob wirklich alles da ist was du brauchst. Wenn möglich sollten alle magischen Werkzeuge, mit denen du Energien lenken wirst, geweiht und gereinigt sein, denn nur so sind sie auf dich eingestimmt und du weißt welche Energie in ihnen steckt und überlebst keine bösen Überraschungen. 

  5. Reinigung: Nicht nur der Ritualplatz sollte gereinigt werden um die Energien in Fluss zu bringen, auch du selbst. Reinige dich indem du ein Bad nimmst, vor allem solltest du alle negativen Gedanken abfließen lassen und wirklich ruhig und ausgeglichen sein und von nichts abgelenkt werden (Handy aus!). Zu diesem Zweck solltest du die Räucherung bereits kurz vor dem Ritual anzünden. Wenn du körperlich schlecht drauf bist, dich also krank fühlst, absolut aufgewühlt bist und nicht abschalten kannst, oder aus irgendeinem Grund meinst, das Ritual ausfallen zu lassen, gehe diesen Gründen besser nach und beschäftige dich damit, bevor du sie noch mit in Ritual nimmst.

  6. Einstimmen: Nun solltest du dich erden und dadurch Energie aufnehmen, damit du beim Ritual nicht deine eigene verwenden musst. Meditiere auch ein Weilchen bis du ganz ruhig und ausgeglichen bist. Dann kannst du beginnen.

  7. Der Kreis: Nun ist es an der Zeit den Schutzkreis um deinen Ritualplatz zu ziehen. Wenn möglich solltest du das bereits vorher einige Male getan haben, damit es nun sitzt. Dann rufe die Wächter der Himmelsrichtungen an, oder jene 4 Kräfte, die du in deinem Kreis haben willst und die dir in dieser Sache Beistand leisten sollen. 

  8. Gottheit: Wenn du deine Gottheit anrufen willst um dir beizustehen, tue auch das.

  9. Hauptteil: Nun kommt der Hauptteil des Rituals und hier solltest du wirklich deine Kreativität spielen lassen und das tun was am ehesten zu deinem Zweck passt. Du kannst dein Anliegen in eine Kerze ritzen, diese mithilfe von Visualisieren aufladen und dann ganz abbrennen lassen, um die Kraft freizulassen. Wenn ihr zu mehreren seid, sammelt Kraft in euch, schickt sie in die Mitte, formt sie zu einer Kugel und lasst sie dann los um den Zweck zu erfüllen. Es gibt noch viele weitere Wege dies zu tun, mach es wie du willst und hier kannst du das wirklich. 

  10. Visualisieren: Visualisiere dein Ziel genau vor Augen, so wie du es haben willst, als ob es bereits jetzt eintreten würde. Schicke all deine Kraft und dein Verlangen in diese Visualisierung. Zum Abschluss kannst du solche Phrasen wie "So soll es sein verwenden".

  11. Auflösen: Nun kommt alles in entgegen gesetzter Reihenfolge wie beim Aufbauen. Zuerst bedankst du dich bei deiner Gottheit für die Unterstützung, wenn du sie angerufen hast. Dann bei den Elementen. Danach löst du den kreis auf und erdest dich noch mal, um nicht umzukippen oder geistig abzuheben. Am Besten was essen.

  12. Aufräumen: Räume den Platz auf, besonders gründlich wenn du in der Natur bist. Wenn draußen, solltest du noch ein kleines Dankeschön in form von etwas essbarem liegen lassen. Lass Kerzen, die ganz abbrennen sollen noch an einem sicheren Ort abbrennen und schau auch sonst was noch erledigt werden muss. 

  13. Nacharbeit: Schreibe dir in dein Tagebuch, wie das Ritual abgelaufen ist, wie du dich dabei gefühlt hast, was du erlebt hast und was danach passiert ist. Beobachte den Zeitraum nach dem Ritual und schau, ob und wie sich Ergebnisse zeigen. 

  14. Mitarbeit: Hilf dem Universum deinen Wunsch zu erfüllen indem du mitarbeitest und falls du einen Job suchst, Anzeigen liest - falls Liebe, ausgehst - falls gute Noten, lernst.

  15. Schweigen: Du solltest mit keinem über deine Rituale reden, bis sie sich erfüllt haben, sonst kann es sein, dass du sie vom wirken abhältst, also quasi zerredest.

Ich hoffe, dieser Aufbau wird dir hilfreiche Dienste leisten. Wie gesagt es gibt ein paar Dinge, dich ich nicht weglassen würde, wie den Schutzkreis und die Erdung, alles andere kann man verändern, wie einem beliebt. Wichtig ist hierbei das Bauchgefühl, es ist immer ein perfekter Indikator um zu sagen, ob etwas passt oder nicht.

Weiters solltest du natürlich alles, was du angerufen hast auch irgendwann wieder verabschieden. Alles andere wirkt so, als wäre man bei einer Party Sitzengelassen worden. Bei weiteren Fragen kannst du mir gerne schreiben. 

 

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