Shina Edea

Hallo, ich bin Shina Edea. Und nun werde ich dir ein wenig von mir erzählen, wenn du möchtest.

Mein Weg zur Hexe hat damit begonnen, dass ich mir als Teenie eine Mädchenzeitschrift gekauft habe, in der ein Bericht über eine Hexe war. Ich war sofort begeistert und nahm mir vor, mich einzulesen und zu informieren.

Dann war das Thema, wie es bei vielen Jugendlich meist ist, wieder ne Zeit auf Eis. Bis ich mit 14 im Fernsehen wieder eine solche Frau sah. Und dann konnte ich einfach nicht mehr anders und erzählte es meiner Freundin Shanara. Sie war begeistert von der Idee. Wir schlossen uns mit 2 anderen Mädchen zusammen, die jedoch nach kurzer Zeit kein Interesse mehr zeigten, also machten wir allein weiter. Wir begannen uns Bücher zu kaufen und uns im Internet auszutauschen, obwohl es noch nicht so viel Informationen gab wie heute.

Als es auf dem Hexenforum, auf dem wir immer mal wieder mitdiskutierten zu größeren Reiberein kam, beschlossen wir jede eine eigene Homepage zu bauen und ein eigenes Forum zu gründen. Seither hat meine Homepage sehr viele Domainwechsel und große Veränderungen mitgemacht, leider auch einige Abstürze, aber sie liegt mir sehr am Herzen und deshalb hoffe ich sie noch lange in Betrieb lassen zu können. 

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich mehr Austausch wollte, als nur Im Internet zu schreiben. Echte Menschen. Und wer sucht, der findet. *gg* So habe ich eine Gruppe kennen gelernt, die gemeinsam die Sabbate feierte und auch ab und an einen Stammtisch veranstaltete. Leider velor sich hier aber bald der Kontakt, zum einen auch, weil ich in eine andere Stadt gezogen bin, nachdem ich die Schule beendet hatte. So kam ich nach Wien und in den absoluten Schmelztigel der heidnischen Community. Da mit das Netzwerken noch immer sehr wichtig ist, engagiere ich mich seitdem bei vielen heidnischen Projekten und Gruppen und habe seit Beginn viele Auf und Abs in der österreichischen Heidenszene miterlebt. Auch wenn es sehr schade ist, dass viele Netzwerke auch wieder zergehen, so kann man doch etwas daraus lernen und mitnehmen für alles was danach kommt.  Noch schöner wäre es natürlich wenn die Veranstaltungen für Hex- und Heid und co. so gut besucht würden, dass man sich gar keine Sorgen mehr darum machen müsste. :) 

Was ich trotzdem noch allen mit auf den Weg geben möchte die das hier lesen: Auch wenn es manchmal schwer ist, jemanden zu finden, der die gleichen Interessen hat, oder mit dem man sich vernetzen, austauschen und gemeinsam feiern kann - es ist möglich. Man muss aber natürlich Geduld haben und natürlich - man muss sich auf die Hinterbeine stellen und Menschen kennen lernen. Aber diese Kontakte sind nie umsonst, es gibt so viele gespräche, aus denen man sich etwas brauchbares mitnehmen kann und so viele Menschen, durch die man lernen kann, man braucht dazu keinen Lehrer. Die persönliche Entwicklung geschieht sowieso immer in einem selbst und kein Außenstehender kann in diesen Prozess eingreifen. Manchmal macht es klick, und man bemerkt, dass man gewachsen ist. 

So war es auch bei mir und sicher auch bei vielen anderen. Auch wenn ich noch lange nicht ausgelernt habe an den Lektionen, die das Leben mir bietet, so hats doch jahrelanges Stammtischebesuchen, Hexentreffenbesuchen, zahlreiche Zirkelmitgliedschaften und Covengespräche gebraucht, bis ich das Richtige für mich gefunden habe. :) Man darf nur nie aufgeben, dann wird man schon irgendwann fündig, wenn man das überhaupt möchte. Schließlich kann man ja durchaus auch alleine werkeln :)

 

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