Hexe: Einzeln oder mit Gruppe

Der richtige Weg für dich….

Oft bin ich gefragt worden, was denn nun besser ist, allein Hexe zu sein oder in einer Gruppe zu arbeiten. Ich kann nun versuchen dir mit den folgenden Auflistungen einen kleinen Einblick zu verschaffen und die beiden Seiten zu beleuchten, was aber das Beste für dich ist, kannst nur du selbst entscheiden.  

 

Solitary

Pro:  

  • Du bist dein eigener Herr und machst dein eigenes Tempo
  • Du kannst sehr spontan sein
  • Du hast Dinge nur für dich
  • Du entscheidest und trägst auch die Verantwortung

Wenn du allein beginnst und jemand bist, der ein enormes Wissen durch Lernen und Kombinieren verschiedener Erfahrungen hat, dann könnte der eigene Weg der richtige sein. Du bist frei, du kannst neue Gefühle ausleben, neue Rituale erforschen, Zeremonien üben, wann immer du willst und wann immer du bereit bist. Du wirst Dinge entdecken, die nur dir gehören, die du dir zuschreiben kannst. Du bist nicht an die Zeit gebunden, nicht an Plätze, an denen du das Ritual ausführen musst. Du bist immer die RitualleiterIn, und kannst dir deine Rituale selbst aussuchen.

 

Kontra:  

  • Du kannst vielleicht niemanden fragen und um Hilfe bitten
  • Es können leicht Fehler entstehen, oder Ungereimtheiten
  • Du musst für alle deine Handlungen selbst Sorge tragen
  • Du bist vielleicht nachlässiger, weil niemand darauf achtet, ob du deine Übungen machst

Es gibt sehr viele Forschungen anzustellen, sehr viel zu lesen und zu schreiben, ebenso werden Fehler entstehen. Je mehr du lernst, desto mehr wirst du erkennen, dass Ungereimtheiten entstehen. Besonders dann, wenn es niemanden gibt, mit dem du dich austauschen kannst, ist dies sehr schweirig zu bewältigen. Internetforen und -bekanntschaften können oberflächlich darüber hinwegtäuschen, denn dort entsteht Kontakt, allerdings keine so starken Bande und Bindungen wie in einem Coven.

 

 

In Gruppe

Pro:

  • Man hat Austausch, Kontakt und Leute, an die man sich wenden kann
  • Buchtipps bekommt man aus erster Hand, kann sie vielleicht sogar ausleihen
  • Man erhält meist eine Ausbildung
  • Zu mehreren macht man ganz andere Erfahrungen als allein
Viele Zirkel nehmen wie gesagt nur Leute auf, die sie bereits kennen und von denen sie in etwa wissen, wie es um ihre Fähigkeiten bestimmt ist. Oft gibt es dann auch ein Jahr Vorbereitung, Probezeit oder Ausbildung. Dieses Jahr gibt dir Zeit die anderen Mitglieder näher kennen zu lernen. Eine Zeit, in der du die Gemeinschaft kennen lernen kannst und erkennen kannst, ob du dich dort einfinden kannst, oder nicht. Im Zirkel werden Rituale meist von einer Einzelperson oder mehreren geleitet.

 

Kontra:

  • Im Zirkel gibt es meist Autoriäten
  • Man muss sich mit den anderen zusammenraufen und auch mal eigene Bedürfnisse zurückstecken
  • Man muss sich Regeln und Erwartungen fügen
  • manchmal wird Gesellschaft einfach zu viel

Zusammensein mit den anderen Mitgliedern ist nicht immer einfach. Manchmal möchte man einfach alleingelassen werden. Man fühlt sich genervt und das hat Auswirkungen auf deine Konzentration und hemmt den Zirkel weiterzukommen. Wichtig in einem Zirkel ist außerdem der Gemeinschaftsgedanke - dieser macht es oft erforderlich, dass man persönliche Befindlichkeiten zurücknehmen muss, damit ein größeres Ziel erreicht werden kann. Wer sich damit schwer tut zugunsten anderer die eigenen Bedürftnisse zurückzunehmen, der tut sich sicherlich auch schwer in einer Zirkelgemeinschaft.

 

Tips:

Heutzutage bilden sich immer mehr Hexenstammtische, fast jede große Stadt besitzt einen, vor allem in Österreich. Dort kann man Gleichgesinnte treffen und sich gemütlich mit ihnen austauschen, ohne gleich einen Zirkel gründen oder einer Tradition beitreten zu müssen. Das ist auch schon eine gute Voraussetzung  für die Gruppenarbeit, denn man lernt auch so bereits viele Gruppen und deren Mitglieder kennen und sich mit anderen auszutauschen.
 
Auch wenn ein Hexenzirkel oder Coven meist eine Ausbildung verspricht, darf man eins niemals vergessen - jede noch so gute Anleitung wirkt auch dann nicht, wenn der Lernende nicht mithilft und sich aktiv einbringt. Ein Coven macht einen nicht zur Hexe oder zum Prister einer Tradition. Dazu macht man sich selbst, indem man kontinuierlich an sich arbeitet. Man darf die Verantwortung für das eigene Weiterkommen nicht auf den Coven übertragen, denn wie schnell man lernt und wie gut man eines  Tages das Gelernte verinnerlicht - dafür ist man immer selbst verantwortlich.  

 

 

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