Hexenlehrer

Diese Seite soll ein bisschen über Missverständnisse und Irrglauben über Hexenlehrer aufklären.

Irrglaube Nummer eins: Jeder braucht sofort einen Lehrer

Bevor du dir einen Lehrer suchst, der dich auf einem bestimmten Weg ausbildet, informiere dich erst genau darüber wie dieser Weg in etwa aussieht und ob du ihn wirklich gehen willst. Jeder Lehrer hat seine Art der Magie und zieht seine Schüler demnach auch in diese Richtung. Wenn du diese Richtung nicht gehen willst, solltest du dich auch keinem Lehrer unterstellen, der aus dieser Richtung kommt.

Nun hast du bereits einige Quellen aus denen du Wissen holen kannst, wie Bücher und das Internet. Der nächste Schritt ist es kritisch zu sein und dir eine eigene Meinung zu bilden. Was du absolut nicht nachempfinden kannst, solltest du auch nicht übernehmen. Je mehr Bücher du liest, desto gefestigter wird deine Meinung. Um aber vollends zu wachsen musst du dein Wissen auch in der Praxis anwenden. Natürlich solltest du auf dein Gefühl achten und nichts tun, das dir als zu gefährlich erscheint. Egal, wie wichtig es ein anderer findet.

Überstürze die Suche nach einem Lehrer nicht. Wenn du bereit bist, wird sich die Chance ergeben bei jemandem zu lernen, der sich bereits besser auskennt als du. Versuche dich in der Zwischenzeit so gut es geht vorzubereiten. Werde dir erst einmal klar darüber, was du eigentlich lernen willst und ob diese Person wirklich die Richtige ist, um dir das beizubringen.

Irrglaubge Nummer 2: Lehrer sind perfekt

Auch ein Lehrer, egal wie klug er ist, macht Fehler. Denn er ist und bleibt ein Mensch, wie wir alle. Ich schreibe dir nun einige Dinge auf an die ein guter Lehrer sich halten sollte und woran du vielleicht erkennen kannst, dass dieser Lehrer nicht gut für dich ist. 

©2010, Jonathon Earl Bowser
©2010, Jonathon Earl Bowser - jonathonart.com
  • Zwingt diese Person dich, ihre Ideen ohne Erklärung anzunehmen? (ein Lehrer sollte immer versuchen dir alles nachvollziehbar zu erklären, damit möglichst keine Fragen mehr offen bleiben.)
  • Weicht die Person deinen Fragen und Problemen aus? (Ein Lehrer sollte sich um dich bemühen wie in einer echten Schule. Er sollte auf deine Probleme eingehen und dir Hilfen anbieten)
  • Versucht diese Person dein spirituelles Wachstum zu stärken, oder hält sie dich eher zurück? (Hat sie immer Ausreden, warum du dieses oder jenes nicht machen darfst? Höre auf deine innere Stimme, du selbst kannst als einziger entscheiden, wann du wozu bereit bist. Natürlich sind Warnungen hier immer mit Vorsicht zu betrachten.)
  • Sagt diese Person dir immerzu, dass sie dein Freund ist, verhält sich aber anders? (Nutzt sie dich aus, verlangt sie Geld von dir in Summen, die du nicht mal mit 2 Arbeitsplätzen einbringen könntest und fordert sie das Letzte von dir? Das ist sicherlich nicht gut.)
  • Verlangt die Person von dir, dass du für den Unterricht mit „Gegenleistungen“ (hier ist nicht Geld sondern körperliches gemeint..) bezahlst? (Sex, auch in der Magie sollte nur willentlich geschehen! Das ist eins der höchsten ethischen Gesetze! Lass dir nichts anderes einreden.)
  • Fühlst du dich nach etwas verbrachter Zeit bei der betreffenden Person völlig erschöpft? (wenn diese Person dir Energie "absaugt" ist sie bestimmt nicht gut für dich.)
  • Benutzt diese Person ihre Fähigkeiten, um dir Angst zu machen? (bei Ausbildungsbeziehungen sollte eine Vertrauensbasis vorhanden sein)
  • Ist es dieser Person wichtig, dass es dir gut geht oder überordert sie dich? (Nimmt die Person es zur Kenntnis, wenn du mal keine Zeit für die Magie hast, weil du so viel arbeiten musst? Natürlich ist es wichtig dranzubleiben und hartnäckig zu sein, aber ein Lehrer sollte es auch verstehen, wenn es dir mal absolut nicht möglich ist mehr zu machen.)
  • Vertraust du dieser Person ganz und fühlst du dich in ihrer Anwesenheit wohl, oder kommst du dir kontrolliert vor?
  • Gibt jene Person die ganze Zeit damit an, dass sie eine HohepriesterIn ist, hat aber keine nachweisbare Erfahrung oder Ausbildung?
  • Bittet sie dich, den Kontakt zu bestimmten Leuten oder Freunden abzubrechen? (Das ist mit Sicherheit nicht gut und du solltest überlegen, ob du das auch willst oder nicht.)
  • Kommt und geht diese Person ständig aus deinem Leben? Kommt sie meist dann, wenn sie etwas braucht, ist aber nicht zuhause, wenn du etwas willst? (auch hier ist ein Gleichgewicht an Geben und Nehmen wichtig)
  • Ist sie eine Person, mit der du dein ganzes Leben lang Kontakt haben möchtest?


Irrtum Nummer 3: Fernkurse und Onlinestunden

Es gibt sehr viele Hexenschulen und Onlinekurse im Internet. Die erste Gefahr hierbei ist immer, dass es sich um eine Abzocke handelt. Bei einer Hexenausbildung gibt es natürlich keinen nachweislichen Skill, den man erlernt hat. Ganz im Gegensatz zu einem Fernstudium an einer Uni für das man einen akademischen Grad erhält. Eine Fernausbildung kann immer nur etwas für dich persönlich sein (das draußen von anderen Menschen nicht anerkannt wird), deshalb überlege dir gut, wie viel Geld du dafür bezahlen möchtest.

Zweitens gibt es natürlich auch keine physische Nähe und Naherfahrung. Jemand kann dir übers Internet sagen wie man sich erdet. Das war's aber auch schon, denn er steht ja nicht neben dir und sieht zu. Ein Internetkurs bietet eventuell keine Möglichkeit, dass du dich mit anderen austauscht oder deine Probleme mit jemandem diskutieren kannst. Du bist aber frei, dich neben einem Fernkurs auch noch mit anderen Dingen zu beschäftigen und dir dein eigenes Tempo zu machen.

Irrtum Nummer 4: Wochenendkurse:

Wochenendkurse kosten oft viel Geld und bieten zudem keine Möglichkeit, dass man sich länger mit dem Kursleiter austauscht und Fragen stellt. Zudem ist die große Frage immer: Kann man wirklich während einem Wochenende lernen Hexe zu werden, oder Reiki zu praktizieren? Um Hexe zu werden braucht man Erfahrung und Praxis. Ein Wochenendkurs kann dich auf den richtigen Weg bringen, dir Basics vermitteln, aber er bildet dich nicht zu einer fertigen Hexe aus. Er gibt dir nur ein Startpaket und der Rest liegt in deinen Händen. Du bist frei, dir deinen weiteren Weg dann selbst zu gestalten.

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Ein paar Worte zum Schüler

Es gibt viele Dinge, die man von einem Lehrer erwartet, aber es gibt natürlich auch Dinge, die du als Schüler mitbringen solltest:

  • Respekt deinem Lehrer gegenüber und auch seiner Freizeit gegenüber (akzeptiere es, wenn er mal nicht für dich da sein kann, weil er auch noch ein Privatleben neben deiner Ausbildung hat)
  • sei geduldig - vielleicht gibt es Dinge, die du noch nicht wissen sollst, weil du vorher erst noch etwas anderes lernen musst, oder die Antwort auf eine Frage selbst herausfinden sollst
  • Widmung - auch du musst dich am Lernprozess beteiligen, um dich zu entwickeln
  • Dankbarkeit - zeige auch du ab und an deine Dankbarkeit und sag Danke
  • Höfliches Bitten statt Forderungen - letzteres macht die Zusammenarbeit nämlich nicht sehr angenehm
  • Zuhören können und ausreden lassen - auch das ist wichtig bei Zusammenarbeit

Im Grunde gelten hier die selben Dinge, wie in der Schule auch. Wenn du ein freundliches Verhalten an den Tag legst, ist es für deinen Lehrer ebenso angenehmer dich zu unterrichten.


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