Kräuter

Hier ein bisschen Grundwissen zum Thema Kräuter. Falls du dich gerne in punkto Kräuter weiterbilden möchtest, findest du im Buchhandel eine umfangreiche Palette an Literatur zum Thema, sowie auch gute Heilpflanzen und Kräuter-Nachschlagewerke mit Wirkungsbeschreibungen.

Das Gartenjahr:

Frühling:
Im Frühlings solltst dich noch um den Winterschutz deiner Gartenpflanzen kümmern, denn auch jetzt gibt es noch Frost und kalte Nächte, die deinen Pflanzen schaden können. Wenn es dann wärmer wird, geht es ans aussähen. Dafür solltest du dir schon sehr früh Gedanken machen, welche Pflanzen und Kräuter du pflanzen willst, damit diese auch in den richtigen Monaten ihren Weg ins Beet oder den Topf finden. Sobald Pflanzen nach dem Winter neu austreiben, sollte man die abgestorbenen Triebe, die den Winter nicht überstanden haben, entfernen.

Sommer
Die wichtigste Gartenarbeit im Sommer ist das Ernten der Kräuter. Am besten legst du dir eine Liste an, wann welche Kräuter geerntet werden können. Du kannst hierbei auch nach dem Mond und Planetenstand gehen, um deinen Kräutern noch einen Extraschub Energie mitzugeben. Beim Kräuterernten sollte man auch darauf achten welches Unkraut den Weg ins Beet gefunden hat - nicht selten sind da nämlich Heilkräuter dabei.

Herbst
Jetzt ist es angebracht die Kübelpflanzen nach innen zu nehmen und empfindliche Pflanzen kurz vor Wintereinbruch mit einem passenden Winterschutz zu umgeben. Eine kühle und helle Umgebung im Haus ist am besten für deine Kübelpflanzen. Falls die Temperatur im Raum ansteigt, lüfte das Zimmer mal kräftig durch.

Winter
In Gebieten mit mildem Klima ist auch eine winterliche Ernte möglich. So kann man etwa im Winter Salbei ernten. Kontrolliere auch im Winter immer, ob deine Pflanzen noch genug Winterschutz um sich haben. Im Haus kannst du dir Kräuter auch während des Winters in Töpfen halten. Achte darauf, dass sie nicht zu nah an der Heizung stehen und versuche Staunässe zu vermeiden, damit sich kein Schimmel bildet.

Kräuter


Das Sammeln von Heilkräutern

Normalerweise sammelt man Heilkräuter zu Vollmond, da sie so ihre wahre Kraft entfalten können. Natürlich kannst du aber auch an Tagen mit einem besonderen Planeteneinfluß Kräuter für deine Zwecke sammeln. Wenn du dir beim Erkennen einer Pflanze unsicher bist, dann frag ruhig einen Profi oder studiere die Pflanze vielleicht im Botanischen Garten oder im Internet, bis du sie sicher erkennen und von giftigen Artgenossen unterscheiden kannst.

Wichtig: Schneide nie alle Kräuter einer Sorte an einem Ort ab. Lass immer einige Pflanzen stehen, damit sie sich weitervermehren können und du die Artenvielfalt damit nicht zerstörst. Nimm am Besten nur so viel, wie du wirklich brauchst. Falls du mehr benötigen solltest, kannst du ja wieder sammeln gehen. Die Kräuter haben zwischenzeitlich Gelegenheit sich zu erholen und nachzuwachsen.


Frühling
Unternimm ein paar Spaziergänge in die Natur und schau dir an, wo du die Kräuter finden kannst, die du suchst. Achte darauf, dass die Straße, Wanderwege und "Hundeverkehr" möglichst weit von deiner Sammelstelle entfernt liegen. Löwenzahn, Schafgarbe, Sauerampfer, Wegeriche, wilder Knoblauch, Brennnessel, Gänseblümchen und Knoblauchrauke kannst du jetzt ernten und für leckere Gerichte benutzen.

Sommer
Jeden Tag solltest du einen Rundgang in deinem Kräutergarten machen, um zu sehen welche Kräuter erntefähig sind. Salbei, Thymian, Rosmarin, Minze, Weinraute, Estragon und Wermut müssen vor der Blüte geerntet werden. Rosen, Lavendel, Kamille, Schafgarbe und Ringelblumen müssen dann geerntet werden, wenn sie am aufgehen sind. Da die Kräuter jedoch nur an trockenen Tagen ihre Kraft entfalten, solltest du an Regentagen mit der Ernte aussetzen. Wenn es geregnet hat, warte am besten noch 2 Tage, bis du ernten gehst.

Herbst
Pilze, Esskastanien, frisches Gemüse und Früchte kannst du jetzt ernten. Der Herbst ist gut um neu auszupflanzen, da der Boden jetzt feucht ist. Der Spätherbst ist die Zeit der Wurzelernte. Löwenzahn-, Beinwell-, Liebstöckel- und Baldrianwurzeln werden jetzt ausgegraben. Markiere die Stellen der Wurzeln solange die Pfanze noch nicht verdorrt ist, damit du die Wurzeln dann auch noch finden kannst, wenn die restliche Pflanze bereits verwest ist.

Winter
Nun ist die Zeit der Immergrünen. Mistel, Stechpalme und Tanne kann man noch sammeln. Benutze diese aber besser nicht zum Kochen, denn Misteln und Stechpalmen sind giftig. Benutze sie, um in der Weihnachtszeit dein Haus zu dekorieren oder um sie zu räuchern.

Kräuter


Nach dem Sammeln beginnt die Arbeit

Säubern:
Am besten sollten die Kräuter heiß und gründlich gewaschen und so schnell wie möglich verarbeitet werden. Wenn du sie lange aufbewahren möchtest, dann solltest du die Kräuter trocknen. Wenn du Angst hast, dass in den Kräutern Fuchsbandwurm und ähnliches enthalten sein sollte, tauche sie für eine Minute in kochendes Wasser, um alle Keime abzutöten.

Trocknen:
Der ideale Platz zum Trocknen ist ein Zimmer, in das wenig Licht kommt und kein Durchzug herrscht. Sehr schlecht zum Trocknen eignet sich die Küche. Der Wasserdampf vom Kochen entzieht den Kräutern ihr Aroma. Kräuter, die getrocknet werden sollen wäscht man vorher nicht, da sich so die Trockenzeit lange hinauszögert. Schüttle anhaftende Erde, Sand und Steinchen ab und häng die Kräuter dann kopfüber auf, bis sie komplett trocken sind. Falls du die Kräuter zu Büscheln zusammenbindest, achte darauf dass sie nicht zu dicht gebunden sind. Falls keine Luft mehr an die Kräuter kommt, kann sich Schimmel bilden. Nach dem Trocknen muss man die Blätter und Blüten vom Stängel zupfen. Getrocknete Kräuter sollte man in luftdichten, dunklen Dosen aufbewahren.


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