Magiearten

Praktizierte Magie wird oft nach dem Schema der rituellen oder der Naturmagie unterteilt. Keine der beiden Weisen erzielt bessere Ergebnisse, manche Menschen arbeiten einfach lieber rituell und andere bewegen sich lieber frei in der Natur. Die besten Ergebnisse erreichst du, wenn du dir die Magie-Methode suchst, die dir am meisten zusagt. Wenn dir deine Praxis Spaß macht, dann überträgt sich das auch auf den Outcome.

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Unterteilung nach System:
  • Naturmagie: Magie, die mit der Natur arbeitet, sie achtet und auch in der Natur ausgeführt wird, und Mittel aus der Natur einsetzt. Oftmals aber nicht immer geht Naturmagie mit einem heidnischen Glauben einher.
  • Chaosmagie: Bei dieser Art von Magie versucht der Magier ohne ein magisches System sein Ziel zu erreichen. Festgelegte Handlungen gibt es nicht, jeder bringt sein eigenes Sein ein, Experimente sind erlaubt und stehen auf der Tagesordnung.
  • Ritualmagie: Die magischen Handlungen werden alle in große, aufwendige Rituale verpackt. Die Handlungen haben meist alle einen besonderen Symbolismus, ebenso die Sprache. Jeder Handgriff ist wie eine Art Choreographie, die besondere Bedeutung hat.

Unterteilung nach Vorgehensweise:

Diese Vorgehensweisen sind üblich um einen Zauber zu wirken. Sie stehen nicht in Zusammenhang mit einem bestimmten System und werden übergreifend verwendet.

  • Imitative Magie (engl. Imitative magick): Zeichnungen, Gemälde auf Papier, Erde, Sand, Schlamm oder Wände (Höhlenmalereien) die deine Ziele repräsentieren oder das, was du mit dem Zauber gerade erreichen willst. Durch deine Visualisierung wird dein Gemälde mit Magie verbunden, und erhält Kraft.
  • "Ansteckende" Magie (engl. Contagious magick): Hierzu benutzt man persönliche Gegenstände einer zu verzaubernden Person, oder sich selbst zum Beispiel: Haare, Fingernägel, Kleidung oder Blut. Das Gesetz hier besagt dass alle Dinge, die einmal in Kontakt miteinander waren einander beeinflussen. Man kann auch wenn man für jemanden Magie wirken möchte, desjenigen Kraft einbinden, indem er einen Gegenstand einen Tag bei sich trägt, der dann im Ritual verwendet wird.
  • Sympathische Magie (engl. Sympathetic Magick, Image Magick): Dinge, die eine Affinität zueinander haben, können sich wechselseitig beeinflussen und auch über weiter Entfernung interagieren. So wirken auch Korrespondenzen.

Unterteilung nach Absicht:
  • Persönliche Magie: Diese Magie ist für uns selbst um uns zu helfen und uns Wünsche zu erfüllen. Meist wird sie mit Selbsthypnose, Zaubersprüchen und Visualisierung ausgeführt. Viele Menschen machen das unbewusst, aber wissen nicht, das es sich um Magie handelt. Ein gutes Beispiel hierfür sind Gebete, egal an welche Gottheiten)
  • Aktive Magie: Magie, die nach außen gerichtet ist, zum Beispiel um einen Wunsch zu erfüllen, oder jemand anderen zu beeinflussen oder heilen.
  • Passive Magie: Magie, die von außen gesteuert wird. Zum Beispiel Dinge, die geschehen, ohne das man eine Ursache dafür findet etc. Zufälle und anderes gehören hier auch mit dazu.

Immer wieder bekomme ich Emails mit dem Hinweis, dass schwarze und weiße Magie in dieser Liste fehlen würden. Nein, das tun sie nicht, denn jede der genannten Magiearten kann man für Schadenszwecke missbrauchen und für Heilzwecke einsetzen. Keine Form der Magie ist rein "böse" oder "gut", wobei es nicht mal der Wissenschaft möglich ist diese beiden Begriffe zu definieren. Jeder Mensch hat seine eigene Ethik und bezeichnet so etwas anderes als gut oder böse.

Anmerkung: Im Englischen schreibt man "magic" mit "ck", also "magick", damit man die hohe Magie nicht mit  Showtricks oder so etwas ähnlichem verwechselt.

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Andere Bezeichnungen, die gerne zur Einteilung benutzt werden sind:

Elementmagie: Man nutzt die Kräfte der Elemente, und benutzt diese in den Ritualen. Wichtig zu bemerken ist, das man hier mit den Elementen gemeinsam arbeitet und sie nicht befehligt. Jede Magie sollte auf einem respektvollen Umgang basieren.
Tempelmagie:
Gearbeitet wird in einem speziellen Tempelraum, mit spezieller Kleidung und Ausrüstung, die nur für die Magieausübung da sind und zu diesem Zweck geweiht wurden.
Blutmagie:
Eine für Frauen sehr wichtige Form der Blutmagie ist die Magie mithilfe des Menstruationsblutes. Diese Art der Magieanwendung wirkt nicht nur sehr stark auf die Ausführende, sie kann ebenso helfen ein besseres Verhältnis zu weiblichen Mysterien und dem eigenen Körper zu bekommen.
Kerzenmagie:
Die Kerzen stehen hier meist stellvertretend für etwas, das man erreichen möchte. Die Kerzenfarben sind dabei auch sehr wichtig. Eine Emotion oder ein Wunsch wird in die Kerze geladen, und oft auch eingearbeitet.
Engelmagie:
Hier wird mit Engeln gearbeitet. Engel werden gerufen um Beistand zu leisten, Bitten zu erfüllen und um Fürsprache zu erbitten.
Puppenmagie:
Eine Puppe, die einen bestimmten Menschen darstellen soll wird bezaubert. Der Mensch ist direkt mit seiner Puppe verbunden und kann somit beispielweise an einer bestimmten Körperstelle geheilt oder generell beschützt werden.
Küchenmagie:
Man bezieht die Magie in den Alltag mit ein. Benutzt werden meist einfache Alltagsgegenstände, die man einfach in der Küche hat, statt besonderen Ritualgeräte.
Knotenmagie:
Man erreicht Ziele, indem man sie in Schnüre einbindet.
Sigillenmagie:
Hierbei wird der Wunsch in eine Sigille verpackt, die dann um den Wunsch freizulassen niedergeschrieben und verbrannt wird.
Magie der leeren Hand:
Es werden gar keine Hilfsmittel und Werkzeuge verwendet, alles was man tut besteht in präziser Visualisierung und Vorstellung.


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