Räuchern

Zur Ausführung von Ritualen werden gerne Räucherungen verwendet, um die Luft zu reinigen und die Hexe auf das kommende Ritual einzustimmen. Gerüche wecken Emotionen in uns und können uns in bestimmte Gemütszustände versetzen. Zum Beispiel können sie beruhigend wirken, oder die Konzentration unterstützen. Natürlich kann man Räucherungen auch ohne ein Ritual anwenden. Auch im Alltag entfalten sie wunderbare Wirkungen, etwa um die Stimmung in einem Raum zu heben, oder die Konzentration im Arbeitszimmer zu stimulieren.

Was man dazu braucht:

Es gibt viele Arten zu Räuchern. Einerseits kann man Räucherstäbchen benutzen, eine Duftlampe mit Aromaölen, ein Stövchen, oder man verwendet eine Räucherschale mit Kohle. Dazu benötigt man folgendes:

  •     Räucherschale (sollte hitzebeständig sein)
  •     Räucherwerk
  •     Sand oder Asche (zum Dämmen der Hitze)
  •     Feuerzeug
  •     Pinzette
  •     Kohletabletten

Eine Räucherschale wird mit Sand oder Asche gefüllt. Der Sand hält die Räucherkohle und dämmt die entstehende Hitze, da die Kohle sehr heiß wird. Natürlich ist es aber nicht schlecht trotzdem ein Holzbrett oder einen Topflappen zusätzlich unter die Räucherschale zu geben, um Tische oder andere Ablageflächen vor der Hitze zu schützen.

©2012, Stephanie Pui-Mun Law
©2012, Stephanie Pui-Mun Law - shadowscapes.com

Als erstes klemmst du die Kohle in der Pinzette ein oder hältst sie zwischen zwei Fingern. Dann zündest du sie an. Die Flamme beginnt nun durch die Kohle zu wandern und zischt (Achtung auf die Finger!). Leg die Kohle auf den Sand und warte, bis sie durchgezischt ist und langsam anfängt zu glühen. Dann kannst du die Räucherstoffe auf die Kohle geben, ob als Pulver zermahlen oder einfach nur getrocknet ist egal. Die Räucherstoffe sollten aber zumindest getrocknet sein, da sich sonst sehr viel Rauch entwickelt und die Räucherung sehr verbrannt stinkt. Wenn sich die Kohle nicht entzünden lässt, ist sie wahrscheinlich einmal nass geworden, dann sollte man eine neue Kohle verwenden. Einmal feucht gewordene Kohletabletten lassen sich nicht mehr entzünden.

Die Räucherstoffe kann man auch mahlen, bevor man sie zum Räuchern verwendet. Mit einem Mörser und Stößel zum Beispiel (diese sollten aber danach nicht mehr dazu benutzt werden um Gewürze zu mahlen, sondern wegen eventuell giftiger Rückstände nur für Räucherungen benutzt werden). Man kann auch mehrere Räucherzutaten miteinander vermischen und experimentieren - eigene Mischungen erfinden. Da anfangs mit dem Kohleräuchern immer sehr viel Rauch entsteht, sollte man gut lüften und anfangs sparsam mit der Räuchermischung umgehen, bis man sich daran gewöhnt hat.


Hier einige Beispiele für verschiedene Räuchermischungen:

Reinigungsräucherungen können enthalten

  •     Hölzer: Sandelholz, Aloeholz, Zimtholz
  •     Harze: Weihrauch, Myrrhe, Copal, Mastix
  •     Kräuter: Salbei, Rosmarin, Eukalyptus, Beifuß, Myrte


Für Anrufungen und Gebete kann man verwenden:

  •     Hölzer: Sandelholz, Aloeholz, Zedernholz
  •     Harze: Weihrauch, Galbanum, Benzoe, Copal
  •     Kräuter: Nelke, Salbei, Wacholder


Schutzräucherungen können enthalten:

  •     Hölzer: Sandelholz, Aloe, Thuje, Zimt, Zeder
  •     Harze: Weihrauch, Myrrhe, Drachenblut, Mastix, Copal, Styrax
  •     Kräuter: Angelikawurzel, Majoran, Patchouli, Rosmarin, Myrte, Nelke, Wermut, Ysop, Pfefferminze

Wie du siehst kann man für das Räuchern mit der Kohletablette sehr viele Zutaten verwenden, egal ob es sich dabei um Gräser, Blätter, Harze oder Kräuter handelt. Auch Rinden kann man räuchern. Das wichtigste ist, dass man alle Räucherstoffe vorher gut trocknen lässt, bevor man sie auf der Kohle räuchert. Du kannst dich also gerne von der Natur inspirieren lassen und auf dem nächsten Waldspaziergang Zutaten für deine nächste Räucherung sammeln.


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