Schwarze Magie

Kein Licht ohne Schatten...

©2013, Stephanie Pui-Mun Law Fox Spirits
©2013, Stephanie Pui-Mun Law -
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Alles positive hat auch eine negative Seite. Magie kann beides sein, denn die Grenzen zwischen Gut und Böse sind schwer festzulegen. Die Begriffe "schwarz" und "weiß" werden heute noch sehr oft verwendet und meistens missverstanden. Magie ist nicht nur "schwarz" oder "weiß" - sie ist beides. Man kann das eine nicht vom anderen trennen, denn jede Gute Tat kann auch Schaden anrichten und jeder Schaden kann sich auch als etwas positives entpuppen.

Das ist dasselbe wie mit einem Messer. Nicht jeder, der ein Messer besitzt, benutzt es um damit Menschen zu verletzen. Manche benutzen es um Brot zu teilen, manche benutzen es zum Kochen, manche verwenden es aber leider auch als Waffe. Ab wann ist das Messer böse? Wann wird es böse? Wer macht es böse? Es ist die Absicht dahinter, die das Messer zu verschiedenen Zwecken einsetzt. Aber das Messer kann nichts dafür, denn es ist nur ein Werkzeug - genau wie Magie.

Leider werfen viele Menschen schwarze Magie und Satanismus in einen Topf und behaupten, dass es das gleiche sei. Das stimmt aber nicht. Satanismus ist eine Religion, die sich dem Christentum wiedersetzt. Magie dagegen ist Religions- unabhängig. Jeder Mensch jeder Religion kann theoretisch (nicht jede Religion ist auch damit einverstanden) Magie ausüben. Wer aber zum Satanismus übergehen will, muss meist aus der alten Religion austreten und sich der betreffenden höheren Macht unterschreiben. Sicherlich gibt es auch Satanisten, die Magie betreiben - das eine hängt aber nicht unbedingt mit dem anderen zusammen.

Im Grunde aber kann jeder von uns mit seiner Magie Schaden anrichten. Dazu muss man nur für jemanden ein Ritual abhalten, der das gar nicht will. Schon handelt man gegen den Willen eines anderen. Auch wenn die ursprüngliche Absicht ist zu helfen. Wo trennt man also, was Gut ist und was Böse? Seit mehr als 2000 Jahren versucht die Philosophie dafür eine Antwort zu finden, stößt dabei aber auf das Problem, dass jeder Mensch dies ein bisschen anders definiert. Was gut ist und was böse, kann eigentlich jeder von uns nur für sich selbst entscheiden. Dabei müssen wir auch darauf achten, dass andere Menschen dies vielleicht anders sehen als wir selbst. Für deine magische Praxis bedeutet das: überlege dir, wo du die Grenze ziehst und welche Handlungen du als ehrenhaft oder boshaft bezeichnest. Aufrgund dieser Grenzen kannst du dir eine Landkarte für dein Schaffen zurechtlegen. Sobald du jedoch andere Menschen dort miteinbeziehst, oder für andere Menschen Dienstleistungen anbietest, solltest du mit diesen besprechen, was für sie akzeptabel ist und was nicht.

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Flüche

Wer würde nicht allzu gern jemanden verfluchen und sich dafür rächen, was einem angetan wurde (Hier möchte ich mal einwerfen, dass der magische Weg dazu wahrscheinlich der ungeeignetste ist. Der betreffende Mensch würde vielleicht verletzter sein, würde ich ihn anschreien). Gut, um jemanden zu verfluchen, was braucht man da alles?

  • Zuerst einen Fluch, gibt’s ja des öfteren mal im Netz
  • Dann braucht es jemanden, der dem Opfer ganz heimlich davon erzählt, dass es verflucht wurde (würdest du jetzt in diesem Moment denken, dass ein Fluch auf dir lastet? Wohl eher nicht. Wer nicht dran glaubt... eben!)
  • Dann braucht es natürlich ein Opfer, das mitspielt und daran glaubt (Wie eben besprochen, wer nicht davon überzeugt ist, dass er verflucht ist, bei dem hat das ganze keinen Sinn, denn jedem passiert ab und zu mal was Schlimmes - das ist einfach so.)
  • Jemandem, der dem geschundenen Opfer erzählt, dass du es warst (sonst hat die Rache ja keinen Sinn.)

Wenn mir jemand sagt ich sei verflucht, kann ich das glauben und ständig darauf warten, dass etwas passiert. Und erst wenn ich erwarte, dass etwas passiert, dann wird etwas passieren. Wenn ich nicht dran glaube, dann passiert mir vielleicht etwas, aber das muss nicht mit dem Fluch zusammenhängen. Das kann einfach Pech oder Zufall sein und als genau das tue ich es ab. Und meist hängt es auch nicht mit dem Fluch zusammen. Es passiert so viel auf dieser Welt, und ich glaube nicht, dass all diese Menschen, denen etwas passiert, verflucht sind. Das Leben ist nun mal leider nicht immer rosig, und hält für jeden Menschen Herausforderungen bereit.

Todeszauber

Glaubst du daran, dass man wirklich nur mit ein wenig Magie jemanden töten kann? Oder anders formuliert – würdest du tot umfallen, wenn dir ein anderer Mensch sagt, dass du das tun sollst? Nein, oder?

Fauler Zauber

Falls du wirklich weißt, dass jemand dich absichtlich bezaubert hat, kannst du einfach die Energie die er darauf verwendet hat, in die Erde umleiten. Stelle dir einfach ein Lichtschild um dich vor, dass den Zauber wie ein Blitzableiter in die Erde wirft.

Oftmals suchen Menschen, die sich als verflucht glauben, nach einem Gegenzauber, der den Fluch an den Absender retour schickt. Solche Zauber sind aber mit Vorsicht zu genießen. Wenn man nämlich nur den Verdacht hat, da wäre eine magische Manipulation und schickt etwas zurück - obwohl da gar nichts war - vollzieht man einen Angriff. Und dann ist man selbst derjenige, der jemanden - vielleicht unschuldig - verflucht.

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Fazit:

Magie existiert und wird gewirkt. Aber wenn auf einmal alles in deinem Leben schief gehen sollte, kann es viele viele Möglichkeiten geben, warum das so ist. Möglicherweise ist man selbst im Alltag so festgefahren, dass man sich unbewusst viele Probleme selber schafft. Dafür muss kein Fluch der Auslöser sein. Meist geht alles wieder leichter von der Hand, wenn man einfach nur positiv denkt und optimistisch ist - vielleicht ein oder zwei Dinge verändert oder von einem anderen Standpunkt betrachtet. Wenn man andere anlächelt, kommt immer öfter ein Lächeln zurück. Und ich glaube, dass dies auch ein sehr guter Schutz gegen alles ist, was gegen dich gerichtet wird, ob nun mit Absicht oder nicht.


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