Träume

Jeder von uns träumt - das ist etwas, das viele Menschen gar nicht wissen. Denn auch, wenn man sich am Morgen an keine Träume erinnern kann, jeder von uns träumt mehrmals pro Nacht. Die Traumphase ist eine der Schlafphasen, die man nachts durchmacht. Allerdings können wir uns oft nur selten an unsere Träume erinnern und wenn dann nur an einzelne aber nicht alle. Das kann man mit ein bisschen Training ändern. Wenn man die eigenen Träume beobachtet, kann man viel über sich selbst lernen. Träume sind das Sprachrohr unseres Unterbewusstseins - dort kommt vieles vor, was wir uns selber vielleicht noch nicht eingestehen wollen.

Erinnerung an Träume

Sich an die eigenen Träume zu erinnern braucht manchmal ein bisschen Training. Manche Menschen erinnern sich nach dem Aufstehen sofort an ihre Träume, weil der Wecker genau so gestellt ist, dass sie noch im Traum aufwachen und somit die Erinnerung an den Traum nicht verloren geht. Das Experimentieren mit der Weckzeit kann also auch bereits ein Beitrag dazu sein, sich an seine Träume zu erinnern. Einfach mal versuchen eine halbe Stunde früher oder später aufzustehen und schauen, wann die Traumphasen generell auftreten und ob du dich somit an deine Träume erinnern kannst. Natürlich kann sich das verändern, wenn du zu unterschiedlichen Zeiten schlafen gehst.

Nicht immer hilft der Weckertrick. Manche Menschen tun sich einfach generell schwer sich an Träume zu erinnern, egal wann sie aufwachen. Das liegt daran, dass man es eventuell verlernt hat auf Träume zu achten, oder diese unbewusst bleiben. Wenn dem so ist, kann es helfen sich vor dem Schlafengehen mehrmals immer wieder "einzureden", dass man sich am nächsten Morgen an seine Träume erinnert. Wahrscheinlich wirkt das nicht sofort, aber mit der Zeit wird es Wirkung zeigen. Wichtig ist hier eine positive Formulierung und die genau Festlegung, ob man sich an alle, an den letzten oder einen ganz anderen Traum erinnern will.

Manche Träume bleiben trotzdem unbewusst, und man kann sich meist nicht an sie erinnern. Wahrscheinlich passiert dies, weil wir die Inhalte verdrängt haben und noch nicht bereit sind sie zu sehen. Oder wir erhalten darin einen wichtigen Hinweis, den wir unterbewusst im Tag umsetzen und erst nach der Übung kommt der Traum wieder in Erinnerung. Auf jeden Fall solltest du dir Zeit lassen und dich nicht unter Druck setzen, wenn es ans Träume erinnern geht - alles braucht seine Zeit.

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Traumtagebuch

Wenn du dich an deine Träume erinnern kannst, ist es ratsam dir diese aufzuschreiben. Am besten mit Datum, damit du weisst, wie lange sie her sind. Im Traumtagebuch kannst du versuchen deine Träume zu deuten und dir nachher Notizen machen, inwiefern diese Deutung zutreffend war oder ob der Traum etwas ganz anderes aussagen wollte - somit bekommst du ein sehr gutes Gespür für die Symbolik deiner Träume. Träume können Hinweise auf unser Seelenleben geben - Probleme und Ängste, die sich abzeichnen.

Zur Auflösung eines Albtraums kann es zuweilen ganz hilfreich sein, wenn man ihn sich nochmals vor Augen führt, ihn durchlebt und ihm ein hübscheres Ende verpasst. Die Angst ist somit gemildert, das Unbewusste kann sich an einer Lösung festhalten - und du bekommst vielleicht einen Hinweis darauf, was du dir in bestimmten Situationen wünscht und wie man sie angenehmer gestalten könnte.

Prisma

Traumdeutung

Ein anderes wichtiges Kapitel zum Thema Traum ist die Traumdeutung.
Jeder Traum ist für den/die Träumende/n wichtig, besitzt eine bestimmte Aussage. Deswegen finde ich, dass es nur bis zu einem gewissen Grad möglich ist, Symbole per Traumhandbuch zu deuten oder den Traum von anderen deuten zu lassen. Die Symbole, die in meinem Traum vorkommen, haben mitunter oft eine ganz andere Bedeutung für mich, als sie für jemand anderen haben. Eine Spinne im Traum kann für den Spinnenphobiker etwas dramatisches und für den Spinnenliebhaber etwas wunderschönes sein. Man sollte sich immer selbst die Frage stellen: Was bedeutet dieses Symbol für mich? Ist es positiv oder negativ und mit welchem Teil meines Lebens verbinde ich es?

Ein anderer Mensch kann manchmal hilfreiche Fragen stellen, die bei der Traumdeutung helfen. Die Deutung kann schlussendlich aber nur jeder für sich selbst machen.

Ein paar allgemeine Fragen, die bei der Deutung helfen können:

  • Wo spielt der Traum? Kenne ich die Landschaft oder kenne ich sie nicht? Wie wirkt sie auf mich? Gibt sie mir Zuversicht oder zeigt sie eher Trostlosigkeit?
  • Welche Personen kommen im Traum vor? Kenne ich sie oder ist es jemand, den ich von der Art kenne aber vom Gesicht, wie er mir im Traum erscheint nicht? Welchen Schluss kann mir das auf die Identität der Person geben, wenn ich sie nicht in ihrem eigenen Körper wahrnehme?
  • Kommen Tiere im Traum vor - wenn ja welche? Sind dies Tiere die mir Schutz geben und mich begleiten oder vor denen ich Angst habe? Vielleicht ist es ein Tier, das mir Angst macht und mir aber trotzdem im Traum etwas wichtiges mitteilt. Kann mir das eine Idee davon geben, wie ich mich diesem Tier oder der Sache für die es steht im realen Leben annähern soll?
  • Was passiert im Traum? Was soll ich tun, wozu werde ich gebraucht? Was könnte im realen Leben auch passieren und was ist bloße Fiktion? Welche Hindernisse stehen mir im Weg, mit welchen Ängsten werde ich konfrontiert und wie überwinde ich diese?

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Wiederkehrende Elemente

In manchen Träumen kommen Personen oder Dinge mehrmals vor, oder erscheinen immer wieder. Diese Dinge haben meist eine besondere Wichtigkeit. Es könnten Dinge sein, mit denen ich mich beschäftigen soll oder Menschen, mit denen ich sprechen möchte/sollte. Oder es sind Menschen und Tiere, die ich ohnehin sehr gerne mag und deren Anwesenheit beruhigend für mich ist. Die Anwesenheit einer unliebsamen Person kann aufzeigen, dass der Kontakt zu ihr vielleicht ungesund ist - oder je nachdem wie sie sich uns nähert vielleicht in eine positivere umgewandelt werden kann. Wichtig ist immer der Kontext in dem Symbole auftreten. Dabei ist es wichtig auf das eigene Gefühl zu hören. Wenn es für mich ein schöner Traum ist, hat er wahrscheinlich eine positive Aussage. Wenn dem nicht so ist, konfrontiert er mich wahrscheinlich mit Dingen, die ich nicht so gerne sehen mag und versucht mich auf etwas aufmerksam zu machen.

Wenn man einen Traum nochmals träumt, kann das bedeuten, dass etwas wieder aktuell geworden ist, das vor langer Zeit einmal passierte. Man trifft zum Beispiel einen alten Freund wieder oder entdeckt lange verschollene Seiten an sich. Manche Träume verändern sich auch über die Zeit. Das ist ein Zeichen dafür, dass sich die Situation, zu der der Traum gehört verändern kann, oder sich bereits verändert hat. Falls man ein Traumtagebuch führt, kann man dem gut auf die Schliche kommen und nachsehen, unter welchen Umständen dieser Traum bereits früher aufgetreten ist.


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