Träume 

Von den Träumen

Jeder von uns träumt - das ist etwas, das viele Menschen gar nicht wissen. Denn, auch wenn man sich am Morgen an keine Träume erinnern kann, jeder von uns träumt mehrmals pro Nacht. Die Traumphase ist eine der Schlafphasen, die man nachts durchmacht und somit gibt es auch keine Menschen, die gar nicht träumen. Sie können sich meist nur nicht an ihre Träume erinnern.

Erinnerung an Träume

Sich an die eigenen Träume zu erinnern braucht manchmal ein bisschen Training. Manche Menschen erinnern sich nach dem Aufstehen sofort an ihre Träume, weil der Wecker genau so gestellt ist, dass sie noch im Traum aufwachen und somit die Erinnerung an den Traum leichter zu bekommen ist. Das Experimentieren mit dem Wecker kann also auch bereits ein Beitrag dazu sein, sich an seine Träume zu erinnern. Einfach mal versuchen ne halbe Stunde früher oder später aufzustehen und schauen, wann die Traumphasen generell auftreten und ob du dich somit an deine Träume erinnern kannst. Natürlich kann sich das verändern, wenn du zu unterschiedlichen Zeiten Schlafen gehst.

Nicht immer hilft aber der Weckertrick. Manche Menschen tun sich einfach generell schwer sich an Träume zu erinnern, egal wann sie aufwachen. Das liegt daran, dass man es eventuell verlernt hat auf Träume zu achten, oder diese unbewusst bleiben. Wenn dem so ist, kann es helfen sich vor dem Schlafengehen mehrmals immer wieder "einzureden", dass man sich am nächsten Morgen an seine Träume erinnert. Wahrscheinlich wirkt das nicht sofort, sondern erst nach einer Woche, aber mit der Zeit wird es Wirkung zeigen. Wichtig ist hier eine positive Formulierung und die genau Festlegung, ob man sich an alle, an den letzten oder einen ganz anderen Traum erinnern will.

Manche Träume bleiben trotzdem unbewusst, und man kann sich meist nicht an sie erinnern. Wahrscheinlich passiert dies, weil wir die Inhalte verdrängt haben und noch nicht bereit sind sie zu sehen. Oder wir erhalten darin einen wichtigen Hinweis, den wir unterbewusst im Tag umsetzen und erst nach der Übung kommt der Traum wieder in Erinnerung. Auf jeden Fall solltest du dir Zeit lassen und dich nicht unter Druck setzen, wenn es ans Träume erinnern geht - alles braucht seine Zeit.


Traumtagebuch

Wenn du dich an deine Träume erinnern kannst, ist es vielleicht ratsam, dir diese aufzuschreiben. Am besten mit Datum, damit du weisst, wie lange sie her sind. Im Traumtagebuch kannst du versuchen deine Träume zu deuten und dir nachher Notizen machen, inwiefern diese Deutung zutreffend war oder ob der Traum etwas ganz anderes aussagen wollte - somit bekommst du ein sehr gutes Gespür für die Symbolik deiner Träume. Träume können Hinweise auf unsere Vergangegenheit und Zukunft geben, über die Gefühle anderer Menschen, die wir vielleicht unbewusst mitgkriegt haben, die wir aber noch nicht einsehen wollen. Ebenso kann uns ein Traum zeigen mit welchen Ängsten wir gerade zu kämpfen haben und wie man diese eventuell besiegen kann.

Zur Auflösung eines Albtraums kann es zuweilen ganz hilfreich sein, wenn man ihn sich nochmals vor Augen führt, ihn durchlebt und ihm ein hübscheres Ende verpasst. Die Angst ist somit gemildert, das Unbewusste kann sich an einer Lösung festhalten - und du bekommst vielleicht einen Hinweis darauf, was du dir in bestimmten Situationen wünscht und wie man sie angenehmer gestalten könnte, auch im Tag - Leben.

Für alle diese Dinge kann das Führen eines Traumtagebuchs hilfreich sein. Es gibt aber keine Vorlage wie so ein Buch aussehen soll, das bleibt dem Schreiber selbst überlassen.


Traumdeutung

Ein anderes wichtiges Kapitel zum Thema Traum ist die Traumdeutung.
Jeder Traum ist für den der ihn träumt wichtig, besitzt eine bestimmte Aussage. Deswegen finde ich, dass es nur bis zu einem gewissen Grad möglich ist Symbole per Traumhandbuch zu deuten oder den Traum von anderen deuten zu lassen. Die Symbole die in meinem Traum vorkommen, haben mitunter oft eine ganz andere Bedeutung für mich, als sie für jemand anderen haben. Eine Spinne im Traum kann für den Spinnenphobiker etwas dramatisches und für den Spinnenliebhaber etwas wunderschönes sein. Wichtig ist es also immer sich selbst die Frage zu stellen: Was bedeutet dieses Symbol für mich? Ist es eher positiv oder eher negativ und mit welchem Teil meines Lebens verbinde ich es?

Ein anderer Mensch kann aber sehr hilfreiche Fragen stellen, die dabei helfen können dem Symbol und seiner Bedeutung auf die Schliche zu kommen. Die Deutung letztendlich finde ich aber, kann nur der Träumende für sich selbst machen.

Ein paar allgemeine Fragen die bei der Deutung helfen können sind folgenden:

Wo spielt der Traum? Kenne ich die Landschaft oder kenne ich sie nicht? Wie wirkt sie auf mich? Gibt sie mir Zuversicht oder zeigt sie eher Trostlosigkeit.

Welche Personen kommen im Traum vor? Kenne ich sie oder ist es jemand, den ich von der Art kenne aber vom Gesicht, wie er mir im Traum erscheint nicht? Welchen Schluss kann mir das auf die Identität der Person geben, wenn ich sie nicht in ihrem eigenen Körper wahrnehme?

Kommen Tiere im Traum vor - wenn ja welche? Sind dies Tiere die mir Schutz geben und mich begleiten oder vor denen ich Angst habe? Vielleicht ist es ein Tier, das mir Angst macht und mir aber trotzdem im Traum etwas wichtiges mitteilt. Kann mir das eine Idee davon geben, wie ich mich diesem Tier oder der Sache für die es steht im realen Leben annähern soll?

Was passiert im Traum? Was soll ich tun, wozu werde ich gebracht und was davon könnte wirklich im realen Leben auch passieren und was ist bloße Fiktion? Welche Hindernisse stehen mir im Weg, mit welchen Ängsten werde ich konfrontiert?

Diese Fragen können eine kleinde Deutungshilfe sein. Natürlich kann man die Liste verkürzen oder weiterführen wie man will, hauptsache es finden sich Antworten auf die Traumdeutungsfragen, die einem weiterhelfen können.


Wiederkehrende Elemente

In manchen Träumen kommen Personen oder Dinge vor, die immer wieder kommen, von denen man öfters träumt. Diese Dinge haben meist eine besondere Wichtigkeit. Es könnten Dinge sein, mit denen ich mich beschäftigen soll, oder Menschen, mit denen ich einmal sprechen könnte. Oder es sind Menschen und Tiere, die ich ohnehin sehr gerne mag und deren Anwesenheit beruhigend für mich ist. Die Anwesenheit einer unliebsamen Person kann aufzeigen, dass der Kontakt zu ihr vielleicht ungesund ist - oder je nachdem wie sie sich uns nähert vielleicht in eine positivere umgewandelt werden kann. Wichtig ist immer der Kontext in dem Symbole auftreten. Dabei ist es wichtig auf das eigene Gefühl zu hören. Wenn es für mich ein schöner Traum ist, hat er wahrscheinlich eine positive Aussage für mich. Wenn dem nicht so ist, konfrontiert er mich wahrscheinlich mit Seiten an mir, die ich nicht so gerne sehen mag, nicht eingestehen kann, oder mich auf etwas aufmerksam zu machen versucht.

Fortsetzungsträume

Auch Fortsetzungsträume sind sehr interessant. Wenn man über lange Zeiträume hinweg denselben Traum hat, kann es sein, dass etwas wieder aktuell geworden ist, das vor langer Zeit einmal passierte. Man trifft zum Beispiel einen alten Freund wieder oder entdeckt lange verschollene Seiten an sich.

Manche Fortsetzungsträume verändern sich auch über die Zeit. Das ist meist ein Zeichen dafür, dass sich die Situation, zu der der Traum gehört verändern kann, oder bereits verändert hat. Nun muss man entweder die Initiative ergreifen um dies herbeizuführen oder die Veränderung abschließen.

 

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